Überfahrt von Barbados nach St. Lucia

 

Das „Geschaukel“ (Schwell) am Ankerplatz geht uns ziemlich am Nerv und wir sind froh endlich Anker auf zu gehen. Nicht das uns die Insel nicht gefallen hätte, aber es gibt hier keine ruhigen Plätze zum Ankern.

In der Früh geht es noch in den Yachtclub. Nach einem Kaffee begleichen wir unsere Zeche und wir verlegen uns in die Stadt.

 

Auf zum Ausklarieren, keiner fragt uns warum wir nicht mit dem Boot im Hafen liegen, so geht alles ziemlich reibungslos ab. Wir sind ausklariert und mit dem letzten BB-Dollars wollen wir uns noch ein Bier gönnen und wir hoffen, dass sie uns das Restgeld in US-Dollar gibt. Funktioniert nicht, also ab zum nächsten Supermarkt und die letzten Scheine noch in Prozenten anlegen, die aller Letzen Dollar bekommt einer der Bedürftigen.

 

Zurück am Schiff, heißt es den Außenborder verstauen, das Dinghi aufs Deck legen und verzurren. Persenning von Groß aufmachen und von den Winden entfernen.

 

 

Marina IGY Rodney Bay

Erst um 17:00 geht es Anker auf. Die Logge funktioniert nicht, wahrscheinlich verdrecket. Wir beschließen ohne Logge zu fahren. bald setzten wir das Groß, doch da kommt auf einmal ein Kreuzfahrtschiff aus dem Hafen und kreuzt unseren Kurs. Ferry bleibt am Ruder und ich setzte alleine das Groß. Ich belege am Mast notdürftig das Fall und gehe nach achtern um das Fall nachzuziehen. Irgendwie bringe ich das Groß, dann weder rauf noch runter, bis es mir wieder dämmert, dass ich es am Mast fixiert habe, vergeht eine Zeit. Ferry ist natürlich sauer auf mich, denn wir dachten schon wieder Probleme mit dem ersten Mastrutscher zu haben.

Prost auf St. Lucia

Nachdem das geklärt ist, können wir endlich segeln und der Kurs ist am Wind. Wir können vorerst nur den Süden von St. Lucia anfahren. Dann lässt der Wind nach und setzt kurz später wieder ein, diesmal aus einer Richtung die uns erlaubt Kurs Nordküste abzusetzen. In der Früh haben wir dann 15-25kn und einige Squalls, einen sogar mit heftigen Regenfall. Es geht nur so dahin, bis Ferry die Wache übernimmt und der Wind mit Brigitte schlafen geht. Den Rest motoren wir in die Bucht von Rodney. Leider kommen wir kurz nach 12:00 an und in der Marina meldet sich auch niemand, so werfen wir erstmal den Anker und Ferry macht Wurstfleckerl, wie immer ausgezeichnet.

Kurz vor 14:00 dann Anker auf und rein in die Marina. An der Funke meldet sich dann auch die Marina und wir bekommen einen Platz. Schnell geht Ferry Geldwechseln und einklarieren und inzwischen mache ich klar Schiff.

Dann gönnen wir uns ein, zwei Anlegebiere und einen Rumpunsch. Wir versuchen noch ein bisschen das Internet zu nützen, dann geht es aber ab in die Kojen.