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Unsere Überfahrten

Überfahrt Raroia – Tag 03 – Ankunft

Nachmittags geht es noch schön dahin, aber gegen Abend lässt der Wind nach. Die Segel schlagen und wir brauchen Strom und Wasser, somit muss die Unterwassergenua herhalten.

Erst nach Mitternacht können wir wieder segeln. Wir hätten sicher schon früher segeln können, aber dann hätten wir es nicht mehr geschafft, dass wir rechtzeitig beim Pass sind.

Raroia, beim Pass

 

Vor einem Pass haben wir immer ein wenig „Schiss“. Haben wir die Zeit zum Befahren des Passes richtig berechnet, haben wir den Strom mit oder gegen uns oder haben wir Stillwasser. Nomad geht als erstes durch den Pass. Als wir durch sind, sagen wir uns: „Na, das war aber easy!“.

 

Insgesamt war es eine schöne, entspannte Überfahrt. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Nomad und Alrisha waren nie mehr als 7 sm auseinander. Dss reicht aber aus um sich am AIS nicht mehr zu sehen. Kontakt per Funk war aber immer möglich.

Wir ankern vor der Stadt und lassen gleich mal das Dinghi ins Wasser. Gleich darauf können wir schon in die Stadt fahren. Wir werden freundlich begrüßt. Es ist ein liebes kleines Dorf. Die Häuser sind schlicht, teilweise desolat – man erkennt, dass hier, anders als in den Gambier Inseln, kein Reichtum auf Grund von schwarzen Perlen, herrscht.

das Gemeindehaus

Bei der Post bleiben wir stehen, dort gibt es Sitzgelegenheiten und Internet. Wir gehen unsere eMails durch und posten von unsere Ankunft auf Facebook. Von der Marie (Gemeindehaus) kommt ein Polizist und begrüßt uns mit Händedruck. Er hat keine Covid Panik und fragt uns von wo wir kommen und wo und wie lange wir unser „Confinement“ abgesessen hatten. Wir sollen uns Montag oder Dienstag mit den Papieren bei ihm melden. Wir zeigen ihm die Papiere aber gleich, denn wir haben sie ja eingesteckt gehabt.

Er sagt uns auch, dass wir nicht vor der Pier ankern dürfen. Na gut, dann gehen wir halt Anker auf, aber vorher wollen wir noch schnell was einkaufen. Der Laden sperrt aber erst um 15:00 auf. Wir müssten eine halbe Stunde warten und das wollen wir nicht. Nicht das unser Polizist nervös wird.

Zurück am Schiff gehen wir also Anker auf und lassen den Anker etwas südlich des Dorfes fallen. Das Wasser ist wieder so hell, dass man bis zum Grund sehen kann. Überall gibt es Riffe und es soll das Atoll mit den meisten Bummies (Korallenköpfe, die bis an die Oberfläche reichen) sein. Morgen geht es in den Süden des Atolls, denn es kommt ein Maramu, ein starker SE Wind. Dort werden dann drei österreichische Schiffe neben einander ankern – nämlich Pitufa, Nomad und Alrisha.

Etmal gesegelt/Motor/gesamt 83,0 /46,0 / 129,0 sm
Gesamt gesegelt/Motor/gesamt 377,0 / 48,0 / 425,0 sm
Schnitt 5,5 kn über Grund
Noch zu segeln 0 sm

mit Sailmail per Pactor 4 und SSB Funk übertragen.
de OEX8635