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Zwischenstopp in Makatea

Der Wind bläst stetig mit 12-16 kn. Die Wellen erreichen eine Höhe von 2-3 Meter und Alrisha stampft immer wieder mal fest in die Bremse. Der Wind dreht zu unserem Vorteil weiter auf Ost. Wir segeln hart am Wind bei einem Kurs von 40-55 Grad.

Makatea an der Boje

Hoffentlich können wir das Atoll Tetiaroa links liegen lassen , denn sonst verlieren viele Meilen nach Ost. Wir können den Leuchtturm anliegen und mit einer halben Stunde Motorunterstützung können wir soviel Höhe schinden, dass wir das Atoll und ihre mächtigen Wellen an Backbord mit ein paar Kabellängen Abstand vorbei segeln können. Hier steigt das Meer von über 1000 Meter Tiefe rasch auf Null, Die Wellen laufen nur so der Küste entlang. Nur nicht zu nahe kommen. Erst als wir weit genug entfernt sind, schalten wir den Motor wieder ab.

die Küste von Makatea fällt steil ab

Weiter geht es hoch am Wind. Ferry hat heute die Doppelschicht, vorher wird aber noch mit Atanga und dem Poly Mag Net gefunkt. Die Nacht ist unruhig, schlafen ist schon wieder einmal nicht leicht. Man klebt an der Außenwand, will man sich umdrehen, geht das gegen die Schwerkraft. Außerdem ist in der ersten Nacht meist nicht an Schlaf zu denken. Trotzdem können wir die eine oder andere Stunde schlafen.

In der Nacht fängt der Kühlschrank wieder zum Streiken an. Der Wassereinlass ist an Steuerbord und wir fahren hart am Wind auf dem Backbordbug. Damit bekommt er nicht immer genug Wasser. Bis in der Früh verweigert er seine Arbeit.

insgesamt 4 Schiffe können hier an der Boje liegen

 

Immer wieder steigt eine Welle ins Cockpit und gerade als es hell wird, geht ein dicker Squall mit Regen durch. Am späten Vormittag beschließen wir, falls wir eine Boje in Makatea bekommen, dort eine Nacht zu verbringen und erst dann weiter zu segeln.

 

wir hören die ganze Zeit die Brandung

Wir haben Glück und es gibt eine freie Boje. An Land werden wir nicht gehen, da unser Dinghi gut verstaut an Deck liegt. Wir fühlen uns hier ein wenig irritiert. Die Boje liegt auf über 40 Meter und keine 10 Meter vor uns stehen Reste von Gebäuden. Gerne würde wir die Insel erkunden, aber vielleicht bekommen wir nächstes Jahr die Chance dazu.

 

Gleich nach dem Anlegen, erteilt Ferry wieder einmal unserem Kühlschrank Streicheleinheiten (Ferry: am liebsten würde ich ihn über Bord schmeißen). Wir überlegen, ob wir die Wasserkühlung nicht doch umbauen und über den Wassertank machen sollen.

Versegelt: Segel/Motor/Gesamt : 137,1 / 3,9 / 141 sm

Ua Poa: noch 615 sm
Rangiroa: noch 75 sm

mit Sailmail per Pactor 4 und SSB Funk übertragen.
de OEX8635