Doch nach Galapagos?

Eigentlich war unsere Planung nach dem Bereisen von Ecuador/Peru zur Osterinsel zu segeln, und das möglichst bis Anfang Februar. Warum? Ja, weil es noch Sommer ist und dort gerade das „Rapa Nui Tapati Festival“ stattfindet. Aber soll  man an den Galapagos Inseln einfach so vorbei segeln?

Zunächst haben wir uns so entschieden – hauptsächlich aus monetären Gründen. Die Gebühren für private Yachten haben in den letzten Jahren sehr zugenommen. Da fallen Fahrerlaubnis (Autographo), Nationalpark Gebühren, Einreise-Kosten und Honorare für Agenten an die sich ganz schön summieren. Unser Kostenvoranschlag beläuft sich auf $ 1.720,16. Und da haben wir noch keinen Ausflug auf eine der Inseln oder gar einen Tauchgang gebucht.

So haben wir uns also gesagt – es wäre schön, aber es muss nicht sein.  Je länger wir aber in Ecuador und Peru unterwegs waren, und vor Allem nach dem Besuchen von Paracas (siehe hier und hier), desto mehr rückte obige Frage wieder in den Mittelpunkt.

Galapagos ist für mich so ein „Once in a  lifetime“ Ziel – besonders wegen der Einzigartigkeit der Natur, aber auch ob der Kosten ;-). Nach langem hin und her ist der Beschluss gefallen: Doch nach Galapagos!  🙂

 

Seit dem „werkeln“ wir an Alrisha herum um alle Auflagen zu Erfüllen. So zum Beispiel müssen getrennte Abfalleimer an deutlich sichtbarer Stelle für die Mülltrennung vorhanden sein. Alle Segler, im Besonderen die Langfahrtsegler, wissen wie angeräumt ihr kleines, schwimmendes Einod ist und wie leicht man mehrere Mistkübel unter Deck sichtbar(!) unterbringt. Schilder sind innen und außen anzubringen, die deutlich zum Ausdruck bringen, dass Müll nicht über Bord gehen darf und das Schwarzwasser nicht ins Meer gepumpt werden darf. 

Das Unterwasserschiff hat vollständig von Bewuchs befreit zu werden – natürlich nicht vor Ort, sondern vor der Einreise. Ebenso muss es vollständig ausgeräuchert werden. Ein AIS Transponder muss permanent eingeschalten sein, so dass der Schiffsort jederzeit durch die Behörden überprüft werden kann. Die Liste an Auflagen lässt sich noch fortsetzen. Einen guten Überblick findet man dazu auf der Noonsite.

Neben diesen Arbeiten verfolgen wir auch die Vervollständigung der Versorgung für die Weiterreise. Frisches dürfen wir nach Galapagos ohnedies nicht mitnehmen, aber Konserviertes wohl. Dieses brauchen wir für die Osterinsel und Französisch-Polynesien. Billiger wird es bestimmt nicht!

 

Wir testen alle Schiffsfunktionen und so muss ein Lämpchen hier und ein paar Kabelbinder da – die Sonne ist unerbärmlich – ersetzt werden. Pelikane und Co besuchen uns des nächtens immer wieder und hinterlassen Spuren. Überhaupt steht „putzen“ gerade im Mittelpunkt. Über die Zeit hat sich ordentlich Sand, Schmutz uns so weiter auf Alrisha abgesetzt. Dem ist nun der Kampf angesagt, wollen wir doch in Galapagos als ordentliches Schiff einlaufen. 

Ferner werden unsere See-Karten gesichtet, die elektronische Navigation gecheckt und PC und Co auf den letzten Stand gebracht. Langweilig wird uns also nicht. Und sollte wirklich Zeit überbleiben recherchieren wir was so alles auf uns zukommt.

 Alrisha muss wieder in den Segel-Modus! Nur mehr knappe drei Wochen, dann geht es los …  Die Fotos sind in Peru, Paracas, auf den Ballestas Inseln entstanden.