Archiv des Autors: Ferry

Die Heimreise beginnt oder Einreiseformalitäten!

Taxi gefällig?

 

Brigitte hat schon gestern unsere vier Sachen gepackt und nur die Toilettenartikel müssen verstaut werden. Dann organisiere ich ein Mopedtaxi, dass uns zu unserer Buslinie bringt.

 

 

Jede Linie hat ihr eigenes Büro mit Busparkplatz. Wir sind diesmal mit Cruz del Sur unterwegs und um 1 $ bringt uns das Taxi hier her.

interessanter Sandwich

 

Es ist Sonntag und da sperren die Frühstück Läden offensichtlich später auf. Unser „Stammlokal“ hat noch zu also setzten wir uns gleich neben unserer Bushaltestelle in eine Kneipe. Die Karte verspricht Sandwich gefüllt mit (Überraschung!) „Huhn“. Sehr schön!

 

 

Aber wir bekommen einen Teller mit gegrillter Hühnerbrust, Reis und Salat. Ist ja nicht schlecht, aber zum Frühstück? Ein Sandwich schaut anders aus. Der frisch gepresste Ananassaft kommt von der anderen Straßenseite – man hilft sich gegenseitig.

„Sei`s drum“. Jetzt wollen wir schon nach Hause auf das Schiff. Um 10:00 sollte unser Bus gehen, aber er hat Verspätung. Eineinhalb Stunden später geht es endlich los. Von Máncora ist es nicht weit zu Grenze nach Ecuador. Was wir aber nicht gedacht hätten, ist dort über drei Stunden zu verbringen.

Schlange 2 – Halbzeit

Auf spanisch werden uns kurz vor der Grenze die Formalitäten erklärt – auf englisch natürlich nicht. Kaum hält der Bus laufen alle Passagiere zu den Warteschlangen. Deren gibt es nämlich  zwei. Wir haben nicht mitbekommen, wo sich die anderen unseres Buses angestellt haben. Brigitte such sich eine Schlange aus und ich inspiziere das Amtsgebäude. Nun, da sind vier Schalter. Bei 1 und 3 steht Ausreise Peru und bei 2 und 4 Einreise Ecuador. Fein! Schlange eins steht bei der Tür zu Schalter 1 & 2 an und Schlange zwei bei der Tür zu 3 und 4. Brigitte ist in der Zwischenzeit schon gut die Hälfte weitergekommen.

Schalter 3 und 4

 

Als wir dann ins Amtsgebäude kommen stellt sich heraus, dass wir das so falsch gemacht haben. Wir hätten uns bei Schlange eins anstellen müssen und wären zu Schalter 1 oder 3 gekommen. Schlange zwei ist für die Einreise nach Ecuador via Schalter 2 oder 4.

 

 

nix moderno und schon gar nicht transparente

Kazunga! *)  Brigitte verliert fast die Fassung, als ihr eine Dame erklärt wir müssen uns zuerst an der Schlange eins anstellen. Mittlerweilen ist gut eine Stunde um. Wild gestikulierend machen wir klar, dass wir uns NICHT bei Schlange eins anstellen wollen und dann nochmal bei zwei. Jemand zeigt Erbarmen und wir dürfen bei Schalter 3 ausreisen um dann an der Stelle wieder in die Schlange zwei aufgenommen zu werden, wo wir vorher waren. Echt nett, diese Südamerikaner!

Eine weitere halbe Stunde später haben wir alle Stempel in den Pässen und kehren zum Bus zurück. Der bleibt aber versperrt bis alle Passagiere von den Einreiseformalitäten zurück sind. Also stehen wir nochmal eineinhalb Stunden herum, da die die sich richtig angestellt haben, länger brauchten …

Es ist bereits finster als wir in Guayaquil ankommen. Ein Riesen Busterminal ist das hier. Etwas ausgehungert kaufen wir uns zuerst das Ticket für den morgigen Bus und dann einen „Hambuquesa“ zur Schmerzlinderung.  Weiters schleppen wir unsere Sachen zum Taxi – der Fahrer bekommt das Handy mit der Adresse unseres Hostels gezeigt und schon braust er los. Allerdings fährt er mit uns völlig falsch – in eine Wohnhausanlage statt dem Hostel. Nach Rücksprache mit dem Portier weiß er nun wo es hin gehen soll.

Er bringt uns in die Nähe des Flughafens, wo unser Hostel sein sollte, lädt uns aber bei einem Hotel aus, dessen Name zum Verwechseln ähnlich ist wie der unseres Hostels. Leider kriegen wir das erst mit, als wir einchecken wollen. Ich dachte mir noch: „Oh, da hat Brigitte aber nobel gebucht?!„. Aber schnell klärt sich die Sache auf und man ruft uns ein Taxi, dass uns zum richtigen Hostel bringt.  Es ist bereits nach 22:00 Uhr.

Endlich richtig, schaffen wir unsere Sachen ins Zimmer, gönnen uns ein kleines Bier an der Rezeption und fallen todmüde ins Bett.

Morgen in der Früh wird uns ein Taxi zurück zum Busterminal bringen, auf das wir nach Bahia de Caraquez kommen. Nocheinmal sechs Stunden Fahrt.

*) Kazunga! = Riesengroßer Büffelmist! Aus der Barawitzka Segelabenteuer-Serie von Karl Vettermann.