Atlantik Passage Tag – 17 20/21.12.2016 Log 145 sm Gesamt 2403,5 sm Etmal 153,6

Squalls

Da bei uns so schon ziemlich alles nass ist und wir mit dem trocknen nicht mehr nachkommen, passiert das was passieren muss. Ferry geht den Niedergang runter und rutscht aus. Zum Glück kommt er mit dem Schrecken davon.

Zum Essen gibt es zur Überraschung mal Fisch, diesmal in Sojasauce mit Reis. Am späteren Nachmittag genießen wir eine kurze Verschnaufpause.

Aber schon in der ersten Schicht überrollen uns 3 Squalls mit bis zu 38 kn und Regenschauern. Kleinere Squalls folgen, nur um dann wieder stärker zu werden. Wir hatten insgesamt 6 starke Squalls in der Nacht. Das strengt ganz schön an und geht auf die Nerven. Zum Glück schlafen wir schon so tief und fest, dass wir gewisse Ereignisse nicht mehr mitbekommen. Wir verlassen uns voll auf den Wachhabenden.

wer braucht das?

Auch am Vormittag begleiten uns diese lieben, rollenden Walzen. Täglich sind wir auf der Suche nach unseren Freunden. Wir gehen das Deck ab und finden sie in allen Ecken. Leider sind sie schon tot und so bekommen sie von uns ein Seebegräbnis. Ich rede von den fliegenden Fischen. Sie sind so um die 12 cm groß und silbrig blau. Sie kommen nicht nur aus dem Wasser geschossen und tauchen wieder ein, wenn sie von einem Räuber verfolgt werden, nein sie machen echte Flugkunststücke. Sie ändern die Richtung und können schon mal an die 50m fliegen. Manchmal kommt es mir vor, als würden ihre Brustflossen genauso flattern wie bei einem Kolibri. Die Schwanzflosse ist definitiv für die Steuerung der Richtung wichtig.
Endlich schiebt uns der Strom in die Karibik. Daher machen wir derzeit mehr Seemeilen über Grund, als durch das Wasser.

So, nun sind es nur mehr 465 sm über Grund bis zum Ansteuerungspunkt auf Barbados. Laut unserem Wetterbericht, bleibt uns die Bewölkung – mit gelegentlichen Unterbrechungen – bis kurz davor erhalten. Lassen wir uns überraschen.