Archiv des Autors: Alrisha Ovni 435

Tauchen am Pass

Am Mittwoch steht Tauchen am Programm. Dafür müssen wir leider den Garten Eden verlassen. Durch das ganze Atoll durch und dann eine Nacht uns durchschaukeln lassen. Als wir bei Ohini vorbei kommen, sehen wir Kalani dort ankern. Mit dem Fuß ist soweit alles Ok. Sie warten nur mehr auf ein Wetterfenster um nach Moorea zu kommen.

Wir wollen am Pass tauchen und das ist uns viel zu kompliziert, wenn wir das alleine machen müssten. Somit beschließen wir hier zwei geführte Tauchgänge zu buchen. Wir haben das schon bei unseren letzten Besuch in Tuherahera organisiert. Der erste Ankerplatz ist mir eindeutig zu nahe bei den Felsen/Korallen. Somit ankern wir um, was Ferry nicht gefällt. Gleich darauf geht es an Land.

Ferry bestellt Brot, man ist uns nicht mehr böse, wegen dem zu viel (2 statt II) bestellten Brot vom letzten Mal. Des Weiteren schaut er nochmal sicherheitshalber beim Dive Center vorbei. Ich marschiere mit dem PC zur Post, wo es einen Hotspot gibt. Ich sitze auf den Stufen in der prallen Sonne und befülle unsere letzten Beiträge mit Fotos. Stelle noch die Kategorien und das Datum richtig und eine Stunde ist weg wie nichts. Noch kurz ins Facebook und WhatsApp schauen und es wird Zeit unser Brot abzuholen und ein wenig einzukaufen.

Nach einer rolligen Nacht, heißt es zeitig aufstehen, denn schon um 08:30 werden wir von einem Boot direkt von Alrisha abgeholt. Bei diesem Wellengang ist das Umsteigen nicht ganz ungefährlich. Wir schaffen es, ohne Verletzungen. Noch kurz die Leute vom Land abholen und dann geht es in nur einer ½ Stunde zum Pass. Wir brauchten dafür 2 Stunden.

Der Tauchgang wird auf Französisch erklärt. Da wir 2 Personen sind, die nicht französisch können, braucht er dafür genau 2 Sätze auf Englisch. „Psi oder Bar?“ und das Zeichen für 50 und 100. Voila!

Mit einer Rolle rückwärts geht es ins Wasser. Unsere Gruppe wartet zusammen und dann fragt der Guide ob wir ready für den Abstieg sind. Alle geben das OK Zeichen und ab geht es in die Tiefen. Luft raus aus dem Jacket und hinterher. Sch… ich bekomme Wasser durch den Regler. Was ist los? Mit zwei Flossenschlägen bin ich wieder an der Wasseroberfläche. Spuke mal Wasser aus und bemerke meinen Fehler. Ups! Ich wollte einfach mit dem Schnorchel tauchen gehen. Und das passiert mir, nach weit mehr als 200 Tauchgängen. Hat es irgendwer bemerkt? Nein. 🙂

Aber jetzt schnell ab in die Tiefen. Es soll auf 40 Meter gehen. Und schon bald wissen wir warum. Da unten treiben sich Grau Haie herum. Langsam, nur sehr langsam geht es an einer Korallenwand wieder hinauf. Wir können viele bunte Fische und riesige Seegurken entdecken. Als uns dann schön langsam die Luft ausgeht, machen wir noch unseren Sicherheitsstopp auf 5 Meter. Was macht man eigentlich unter Wasser wenn man eine Lesebrille zum Ablesen des Computer brauchen würde? Man schätzt die Tiefe. Leider rutscht Ferry während des Stopps nochmal unter 6 Meter, somit beginnt die Uhr von neuen zu ticken.

In der Pause werden neuen Tauchschüler das Atmen unter Wasser gelehrt. Der zweite Tauchgang soll nicht tiefer als 25 Meter sein. Das ist meine Tiefe. Hier kann man noch die Farben erahnen. Wir durchtauchen einen wunderschönen, intakten Korallen Garten. Barrakudas schwimmen im blauen Wasser vorbei. Ein kecker Thunfisch schwimmt direkt vor meiner Nase vorbei, wenn der wüsste wie gerne ich Ihn essen würde. Überhaupt sind die Fische hier sehr zahlreich und überhaupt nicht scheu. Kein Wunder, wird hier auf Grund der Ciguatera Gefahr wenig gefischt. Den Sicherheitsstopp hängen wir an der Bojen-Leine ab.

Wir hatten 2 Tauchlehrer mit je 5 Tauchern. Es war ein angenehmes Tauchen. Das einzig enttäuschende war, dass wir keinen Drift Tauchgang durch den Pass gemacht haben. Schade, aber die Unterwasserwelt ist hier traumhaft schön und entschädigt für dieses Manko.

Bald sind die Leute wieder im Hafen abgesetzt und es geht zu Alrisha. Das ganze Tauchzeug und Ferry wandert auf Alrisha, ich aber traue mich nicht übersteigen. Da ich ja noch den Tauchanzug anhabe, springe ich einfach ins Wasser und gehe bei unsere Badeleiter an Bord.

Gleich darauf gehen wir Anker auf. Hier hält uns nichts, außer vielleicht das Internet. Wollen wir doch nicht noch eine Nacht hier verbringen und der Sonnenstand ist ideal um zum Pearl Beach Ressort bzw. nach Aua zu gelangen. Fotos von der Unterwassserwelt gibt es leider keine. Unser Unterwasser-Fotoapparat ist kaputt und die GoPro geht nur bis 15 Meter. 🙂

mit Sailmail per Pactor 4 und SSB Funk übertragen.
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