Heute geht es entlang der Golden Bay. Ein paar Zwischenstopps dürfen jedoch nicht fehlen. Gleich außerhalb von Takaka biegt links eine Straße zu den „Te Waikoropupu Springs“ ab. Hier soll es einen Süßwassersee geben mit dem klarsten Wasser Neuseelands.
Im Reiseführer steht 15 Minuten dauert der Rundweg und alles leicht begehbar, damit ist das das richtige für Ferry. Aus 15 Minuten sind 25 geworden, aber das macht nichts. Da wir sehr zeitig in der Früh dort waren, gehörte uns der gesamte Pfad ganz alleine.
Es gibt keinen Zulauf, 14.000 Liter pro Sekunde Wasser sprudelt die größte Quelle der Südhalbkugel empor. Das Wasser ist das klarste der Welt und gilt für die Maori als Waiora, also die reinste Form von Leben spendendem Wasser, das Körper und Geist heilt.
Die Quelle gilt als Zuhause der taniwha Huriawa, einer weiblichen Schutzgeistfigur, die über Land und Wasser wacht und blockierte Wasserwege freiräumt. Das Wasser ist so heilig, dass man es weder trinken, in ihm schwimmen oder berühren darf.
Weiter geht es zum Patons Rock. Ein länglicher Felsen der den Sandstrand und das Meer teilt.
Unser Ziel ist jedoch Puponga. Das ist nur durch eine 6 km lange Schotterstraße erreichbar.
Vom Parkplatz weg sehe wie es gleich bergauf geht. Das ist mit Ferrys Schuh einfach nicht machbar. Ich gebe ihn bei Kaffee und Internet ab und nehme meine Wanderstecken und ab geht es. Ich will ihn ja nicht zu lange alleine lassen.
Vorerst geht es mal steil bergauf, dieser Weg mündet in eine Höhenwanderung. Immer wieder wird der Weg durch Zäune unterbrochen, die man mittels einer Treppe überwinden kann.
Danach kommt man durch einen wunderschönen Wald. Dieser mündet wieder in eine hügelige Gras Landschaft, die aber schon sehr stark mit Sand vermengt ist.
Das letzte Stück geht es nochmals bergauf, nur damit man oben auf der Düne steht und einen herrlichen Blick auf weitere Dünen, bzw. den Sandstrand und das Meer hat.
Oben treffe ich Schweizer und die meinen es zahlt sich aus, durch die Dünen bis zum Strand zu gehen, denn dort unten beim Felsen tümmeln sich Seehunde mit ihren Jungen.
Somit wate ich durch die Sanddünen, ich schwitze, habe ich doch eine lange Jean an. Eine kurze Hose wäre viel besser gewesen.
Endlich unten angekommen kann man schon die vielen Leute um einen kleinen Tümpel sehen. Hier spielen die Seelöwen und es ist ihnen egal, dass sie beobachtet werden.
Ich halte mich nicht zu lange auf und trete den Rückweg an. Ich war jetzt ziemlich am nördlichsten Punkt (40.30’S 172.40’E) von Südinsel Neuseelands.
Ziemlich verschwitzt hole ich Ferry ab und es geht an der Golden Bay zurück bis nach Mouteka. Wir hatten einen wunderschönen Tag für diesen Ausflug erwischt.















