Wir planen nach Hanmer Springs zu fahren, wo es „Heiße Quellen“ gibt. Als ich jedoch auf die Wettervorhersage sehe, trifft mich fast der Schlag. Die Kaltfront ist noch immer nicht durch und die Höchsttemperaturen liegen bei 5-7 Grad. Das ist uns für einen Spätsommertag einfach zu kalt.
Die Entscheidung fällt auf Kaikoura. Wir machen einen kurzen Umweg um die Cathedral Cliffs zu besichtigen. Wirklich beeindruckend und direkt neben der Straße zu sehen, aber schön langsam versperrt das Buschwerk die Sicht auf dieses wunderschöne Naturerlebnis.
Weiter geht es zum Surfstrand von der Gore Bay.
Es geht entlang einer schroffen Felsküste
und durch schmale einspurige Tunnel.
In Kaikoura stehen wir vor seinem schneebedeckten Bergmassiv. Bis zu 2600m ragen sie in die Höhe, daneben das Meer. Auch hier sind die Temperaturen eher beim Gefrierpunkt (10-14 Grad).
Direkt vor der Haustüre gibt es einen tiefen Canyon, welchen die hier residenten Pottwale lieben. Hier finden sie ausreichend Futter für. Es gibt hier die Chance sie hautnah zu sehen und wir bekommen sogar noch Tickets. Gleich wird der Campingplatz um einen Tag verlängert. Alles ist gut zu Fuß erreichbar.
Man soll eine halbe Stunde vorher dort sein und das reservierte Ticket einlösen. Ein Bus soll uns dann zum Hafen bringen. Als der Bus endlich da ist, wird uns das Einsteigen verweigert. Diesen Ausflug dürfen nur Leute ohne Mobilitätsprobleme mitmachen.
Hää? Ferry trägt noch immer seinen Schuh. Sicher ist er durch den Schuh ein wenig eingeschränkt, aber das soll doch einen alten Seebären nicht stören. Auch die Information, dass er seinen Schuh nur zwecks Heilung anhat und es hier nur um eine offene Wunde handelt, interessiert sie nicht.
Ich meine, ich kann ja auch die normalen Schuhe holen, dann hat er keine Mobilitätsprobleme. Außerdem erzählen wir ihnen, dass wir zu zweit um die halbe Welt gesegelt sind und seit 10 Jahren auf einem Segelboot leben. Nichts lässt sie und auch den Manager umstimmen. Der Kapitän nimmt keine Personen mit Einschränkungen mit – Punkt! Außerdem steht das ganz klein über dem Schalter vom Ticketverkauf.
Ich beruhige Ferry und überrede ihn zwecks Ärger Bekämpfung auf ein Bier zu gehen. Nur ganz langsam (nach dem 3. Bier) legt sich die Rage.
Das Städtchen selbst ist jetzt nichts besonderes. Aber was es so besonders macht sollen seine Langusten sein. Da wir gutes Essen selten auslassen, bestellen wir Calamari, grüne Muscheln und eine halbe Languste. Das Essen hilft, über den Frust keine Wale gesehen zu haben, hinweg.









