BBQ in Taravai

Uns fehlt noch immer die Bestätigung von der Marina, ob wir erst im Jänner kranen können, sowie die aus Deutschland, ob wir die Ware nach Papeete bekommen.

mit wenigen Mitteln ist ein Grill aufgebaut

 

Aber es ist uns egal. Wie liegen vor Rikitea schon viel zu lange und reden uns auf das Benötigen des Internets aus. Außerdem kann man immer schön auf das nächste Versorgungsschiff warten wollen, dass ein bisschen Gemüse und Fleisch bringen wird. Aber wir brauchen jetzt eine Auszeit.

 

da liegen einige leckere Speisen am Grill

Wir verlegen uns zur Insel Taravai. Dort soll man schön schnorcheln und schwimmen können. Außerdem soll es am Sonntag, bei Schönwetter, immer ein BBQ geben. Also gehen wir Anker auf – die LiMa liefert wieder brav über 50 A – und wir folgen dem Track der SY Pitufa. Die Seglergemeinde tauscht gerne die Wegeaufzeichnungen (Tracks) aus und so kann man einem Pfad folgen, der schon „erforscht“ ist. Gerade mal 6 sm weiter fällt der Anker auf einen großen, sandigen Fleck mitten im Riff.

unterm schattigen Baum wird getratscht und gegessen

 

 

Wir sind umgeben von Motus, unbewohnten kleinen Inseln. Wir fühlen uns das erste Mal so wirklich in der Südsee. Wir genießen den Blick auf das Riff und die bergigen Inseln. Wir haben uns ein Stück Ente gekauft und Ferry macht daraus eine Peking Ente. War die gut!

 

 

ein wunderschöner Strand, diesmal voll mit Dinghis

 

Am Sonntag frühstücken wir spät, ausgiebig und lang. Dann schaut Herve (Erwi) mit seinem Boot vorbei und lädt uns zu seinem BBQ ein. Ferry richtet Spieße mit Shrimps, Zwiebel, Karotten und Brotfrucht her. Auch eine sauer-pikante chinesische Suppe wird gekocht und kommt mit. Natürlich darf Bier und Wein nicht fehlen.

 

das Haus von unseren Gastgebern

Ich beobachte inzwischen unsere französischen Nachbarn wie man durch das Riff an Land kommt. Alles rein ins Dinghi und los geht es. Die Sonne steht hoch am Himmel, ideal um die Korollen als dunkle Flecken gut zu erkennen. In einem Slalom geht es bis zum Strand und dann im seichten Wasser bis zu Herve’s Haus. Wir werden freundlich begrüßt und bekommen gleich mal ein Bier in die Hand gedrückt. Diesmal sind 8-10 Schiffe eingeladen und alle sind Franzosen. Aber Herve und seine Frau Valerie sprechen gut Englisch und auch lernen wir ein paar Franzosen näher kennen.

Bananenkuchen

 

 

Am Griller liegen bereits Würstchen, Hühnerkeulen und Flügerl. Wir legen unsere Spieße dazu. Am Tisch türmen sich Salate, Brotfrucht und Reis. Das meiste von den Gastgebern spendiert.

 

 

 

ohne Hilfe …

 

 

Auf der Insel leben 5 Familien, das ist nicht wirklich viel und so freuen sie sich wenn sie am Sonntag ein wenig Gesellschaft haben. Zur Nachspeise gibt es Kuchen und Kaffee und natürlich darf ein Eis für die Kinder nicht fehlen.

 

 

 

und mit Hilfe wird übers Seil balanziert

 

Ein Seil ist gespannt und die jüngeren, aber auch die älteren probieren auf diesem balancierend an das andere Ende zu gelangen. Es gelingt nur mit Hilfe, aber es macht Spaß ihnen zu zusehen. Ich traue mich im Moment nicht, da ich froh bin, dass mein Bein momentan nicht schmerzt. Das Fest dauert noch länger, wir aber ziehen uns zurück und suchen uns den Weg durch das Labyrinth. Für morgen Vormittag ist Herve auf einen Kaffee Coretto bei uns eingeladen.

 

 

Palmen

 

Pünktlichst ist Herve da und bei Kaffee und Kuchen plaudern wir. Er erzählt uns ein wenig von seiner Familie und von der Insel. Man muss es schon mögen, auf so einer kleinen Insel zu leben. Die ersten Frauen von ihm, haben es nicht lange ausgehalten. Der negative Rekord war zwei Wochen.

 

unsere Gastgeber Herve und Valerie

Am Nachmittag wollen wir an Land. Wir wollen ein wenig die Insel erkunden und ein bisschen Obst kaufen. Erst um 15:00 kommen wir weg, dann bleiben wir noch bei unseren Nachbarn stehen. Der hat ein elektrisches Problem, seine Solarzellen produzieren fast keinen Strom. Wir fahren zurück und holen unseren Zangenamperemeter. Die Männer messen, dass ganz wenig in die Batterie kommt. Vermutungen werden angestellt: Korrodierte Verbindungen sind immer ein guter Verdacht, gealterte Batterien ein zweiter. Jedenfalls wird der Eigner hier noch weiter forschen müssen.

Wir wollen aber weiter, die Sonne steht schon ziemlich tief und genau uns entgegen. Ich kann die Durchfahrt nicht sehen. Wir beschließen es heute dabei zu belassen. Wollen wir doch nicht die Korallen und unser Dinghi beschädigen. Die Küche bietet das obligate „Restlessen“.

Diese Nachricht wurde über Amateurfunk per SSB und dem Winlink System übertragen!
vy 73 de OE3FWC/mm, Ferry, QTH: CG26lu

2 Gedanken zu „BBQ in Taravai

  1. Günter

    Endlich im Paradies !
    Wünsche euch eine lange Auszeit. Oft lösen sich Probleme einfach durch warten. Ich denke, dass dies zumindest in jenem Teil der Welt, der euch gerade beheimatet, durchaus Lebensweise sein könnte.
    Alles Liebe

    Antworten
    1. Brigitte Beitragsautor

      Hallo Güpo!
      Ja wir sind im Paradies gewesen. Über eine Woche kein Internet, strahlendes Wetter, Sandstrand, nette Leute und glasklares Wasser. Leider haben sich die Probleme nicht durch ignorieren verbessert. Leider im Gegenteil. In den nächsten Tagen geht es nach Tahiti.
      Ganz liebe Grüße Brigitte

      Antworten

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