Nachtrag 16.10.2023
Um endlich aus der Halle raus zu kommen, müssen nicht nur die fixen und die zu öffnenden Fenster eingebaut werden.
Die Borddurchlässe, die wir nicht erneuern können, werden lackiert bevor sie wieder montiert werden können. Bei der Montage ist uns wieder Ben sehr behilflich.
In der Zwischenzeit werden die Winschen, die Easylock und die Genuaschiene, sowie Mastfuß von uns wieder angeschraubt.
Jede Schraube/Bolzen wird mit Durolac eingeschmiert, dies soll einerseits als Dichtungsmittel und als Korrosionsschutz dienen. Alle Teile die an Deck verschraubt werden erhalten eine Art Neopren Zwischenschicht.
Inzwischen bin ich Stammkunde bei unseren Schraubengeschäft und erkenne die Stärke und Länge der benötigten Bolzen, Muttern und Beilag Scheiben. Viele Bolzen müssen mit einer Mutter versehen werden. Einige Löcher müssen neu gebohrt werden.
Alle Backskisten bekommen ihre Deckel wieder angeschraubt. Teilweise glauben wir, das Boot ist eingegangen, da es an einigen Stellen etwas zickt. Der Ankerkasten bekommt seine Trennwand, die vorher natürlich noch mit Bilgenfarbe gestrichen werden muss.
Nebenbei wird noch fleißig die eine oder andere Stelle im Lack nachgebessert oder bekommt noch einen Antislipp.
Unser Wasserschlauch vom Backbord Einfüllstutzen zum Tank ist undicht. Raus nehmen und ersetzen ist keine Option, dafür müsste die ganze Navigation abgebaut werden. Wir führen in den alten Schlauch einen dünneren neuen ein. Der Aufwand ist trotzdem noch enorm.
Alle Navigationsgeräte, die am Geräteträger sind, müssen installiert, angeschlossen und abgedichtet werden, sonst regnet es uns in den Geräteträger und somit in die Backskisten.
Apropos Regen: die Sprayhood muss auch installiert werden um ein wenig Schutz vor dem Regen zu haben. Vom Bimini wird nur das Gestell installiert. Leider sind beide Teile (neu) noch nicht fertig, naja nicht mal noch begonnen.
Auch wird unsere große Solaranlage auf dem Geräteträger installiert. Mit einem Gabelstapler und vielen helfenden Händen können wir das Panel mit seinem Rahmen fixieren.
Unser Niedergang mit Schiebeluk musste ja für das lackieren komplett abgebaut werden. Leider waren die Holzteile nicht nur geschraubt, sondern auch geklebt. Beim Entfernen sind einige Teile kaputt gegangen. Da auch das Teak hier schon sehr beansprucht war, entschließen wir uns es neu zu machen. Solange das nicht fertig ist, müssen wir in der Halle bleiben.
Alrisha bekommt auch wieder ihren blauen Streifen und ihr Name erstrahlt wieder vom Heck und vom Bug.
Am Schluss wird mit einem Schlauch Alrisha abgespritzt. Alle Fenster und Bordeinlässe werden auf Dichtheit überprüft. Im vorderen Badezimmer ist das Fenster nicht ganz dicht und ein Dieseleinfüllstutzen leckt auch ein wenig. Bei so vielen Einbauten sind wir stolz, dass es nur zwei Stellen gibt, die nachgebessert werden müssen.
Nach über 4 Monaten geht es endlich aus der Halle und wir bekommen unseren alten Liegeplatz (eigentlich Stehplatz ;-)) wieder.