Kein Telefon, kein Internet und keine Funke

 

Ups, schon lange nichts mehr von uns gehört. Ja, es geht uns gut. Keiner ist verletzt oder krank. Wir haben einfach nur die Internetfreien Tage genossen.

 

 

Es ist aber nicht so, dass wir nur gefaulenzt haben – natürlich haben wir das auch. Aber da gab es ein Unterwasserschiff, dass nach 8 Wochen Marina nach „reinige mich“ gerufen hat. Da ja unser Tauchzeug noch nicht gewaschen und verstaut ist, wird es gleich für die Reinigung herangezogen. Danach bekommt es und ich eine schöne Spülung. Inzwischen mag ich das schon fast nicht mehr tun, da schon 8 teilweise sehr große Schiffshalter unter Alrisha leben und da sie nicht mehr so scheu sind und sich nicht in die andere Ecke verziehen, wenn ich unter dem Schiff arbeite.

 

 

Auch muss der kleine Außenborder einem Service unterzogen werden. Leider lässt er sich nicht mehr starten. Wahrscheinlich ist der CT, der für die Zündung zuständig ist, gestorben. Dieses Ersatzteil haben wir leider nicht an Bord.

 

 

Auch muss das Bimini schon wieder nachgebessert werden. Leider kann ich den neu erstanden Garn nicht verwenden, entweder habe ich nicht die richtigen Nadeln oder ich mach etwas falsch, denn der Faden wird immer dünner, bzw. dicker. Schade, das Gran soll über 2 Jahre der Sonne stand halten.

 

 

 

Weil schon die Nähmaschine draußen ist, gibt es ein paar neue Tischsets. Die Stoffreste habe ich in Papeete ergattert. Auch habe ich ein „Stoffresterl“ für ein Kleid gefunden und so mache ich mich daran mein erstes Kleid zu nähen. Es ist nicht mal so schlecht geworden. Ich traue es mir sogar anzuziehen. 😉

 

Unser Windgenerator hat in Papeete einen neuen Laderegler erhalten. Leider hatten wir dort sehr wenig Wind um ihn zu testen. Außerdem waren unsere Batterien immer voll, denn wir hatten gratis Strom. Das rächt sich jetzt, denn unser Windgenerator dreht sich, aber nur ganz langsam. Er kommt einfach nicht auf Touren und produziert daher, wenig bis nichts an Strom. Ferry zerlegt und misst und findet nicht wirklich einen Fehler. Da müssen wir mit dem Erzeuger sprechen, was es da haben kann.

 

Ferry’s reparierte Lichtmaschine hat jetzt ihren Geist aufgegeben. Wir sind wieder nur mit einer Lichtmaschine unterwegs. Hätten wir doch eine Reserve LiMa in Papeete gekauft. Aber wir wollten nicht noch mehr Teile herum liegen haben.

 

 

Die Arbeiten gehen „Südsee Like“ voran und das ist gut so. Nach 3 Tagen vor Aua gehen wir noch mal zum Garten Eden hoch. Dort wollten wir 2 Wochen bleiben. Die Arbeiten und die Schönheit, die Ruhe, die Sauberkeit des Wassers und der Inseln lassen uns einfach nicht los. Wir leben von unseren Vorräten und kaufen hin und wieder einen Salat, Bierrettich, Eier, Papaya und Kräuter ein. Die Kräuter kommen in den Salat und zu den Speisen.

Die Papaya ist nicht so ganz unsere Frucht und wird somit zu einem Chutney verarbeitet. Die Kräuter trocknen wir und so werden sie noch eine Zeitlang genießen dürfen. Brot und Kuchen werden regelmäßig gebacken. Wusstet Ihr, dass man die Blätter des Bierrettichs wie Blattspinat zubereiten kann? Wir essen ihn in Palatschinken (Pfannkuchen). Das schmeckt uns sehr gut.

 

 

Ein großer Tagespunkt ist unser Französisch. Täglich lernen wir mit einem PC-Programm Französisch. Die Sprache ist wirklich lustig. Da werden so viele Buchstaben und Sonderzeichen geschrieben und nicht oder irgendwie anders ausgesprochen. Oft ist uns nicht klar Einzahl oder Mehrzahl, weiblich oder männlich.

 

 

Der Kurs ist nicht schlecht. Wir lernen von Bildern und man spricht nur Französisch. Es gibt keine Übersetzung. Wir sind froh ein kleines Wörterbuch und einen Sprachführer mit zu haben. Das erleichtert es ein wenig. Eigene Sätze zu bilden ist nicht so einfach, wir kämpfen weiter. Will mal der Eine aufgeben motiviert einem die Andere und umgekehrt, natürlich.

 

Am Anfang können wir noch unsere Mails mit der Funke abholen, aber auf einmal geht nichts mehr, weder mit Sailmail noch mit HAM Verbindungen. Kein Wetterbericht, kein Blog und keine Emails sind die Konsequenz. Ferry reinigt wie immer mal alle Kontakte. Wir können wieder hören, aber immer noch nicht senden. Kazunga!

 

 

3 Gedanken zu „Kein Telefon, kein Internet und keine Funke

  1. Edmund Dvorak

    Schön wieder etwas von euch zu hören! Keine Funke bedeutet auch keinen Positionsreport, keine Funkmail, einfach gar nix. Und das ein ganzes Monat lang. Da kann man schon beginnen sich sorgen zu machen …
    LG Claudia und Edi

    Antworten
    1. Brigitte Beitragsautor

      Lieber Edi, liebe Claudia!
      Das ist der Nachteil, wenn man sich sonst so oft meldet. 😉 Es ist schön zu lesen, dass sich doch Einige Sorgen gemacht haben. Man ist doch nicht ganz alleine da draußen.
      Liebe Grüße aus Tuherahera

      Antworten
  2. Füzer Werner

    Danke für die rasche Antwort, habe mir wirklich schon Sorgen gemacht!.
    Liebe Grüße!
    Werner

    Antworten

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