Simpson Bay

Wir wollen heute mit dem Dinghi durch die Lagune in die Budget Marina in der Simpson Bay. Wir brauchen für unseren Außenborder die Haltegriffe, die zum Befestigen des Motors am Heck dienen. Dort sollten wir eine Chance haben, diese zu bekommen. Mit unserem 6 PS Außenborder ist das eine Weltreise, vor allem bei Gegenwind. Wir bekommen, alles und vieles mehr. Unserem Antifouling-Anstrich im Sommer steht nichts mehr im Wege.

Leider lassen wir uns auch einen Kostenvoranschlag für ein neues Dinghi, einen 15PS Außenborder und einem neuen Anker machen. So verlassen wir sehr schwanger die Simpson Bay.

Unseren Einkauf bringen wir noch aufs Schiff und dann geht es weiter zum Flohmarkt, der heute mit Flugzettel angekündigt war. Der ist gleich bei der Einfahrt in der Lagune. Viel zu spät schauen wir dort vorbei. Wie immer hängen wir unser Dinghi mit dem Drahtseil an. Da bemerke ich eine raue Stelle am Seil. Sieht die doch so aus, wie wenn einer mit einem Messer probiert hätte sie zu durchschneiden. Wir sind froh, dass wir unser Beiboot immer anhängen. Trotzdem genießen wir ein Bier und schauen uns uraltes „Klumpert“ an. Was die Segler so alles verkaufen wollen!

Weiter geht es noch in die Lagune, wo wir unsere bestellten Hafenhandbücher und Flaggen von Island Waterworld holen. Zurück an Bord, wollen wir heute unseren Außenborder vom Dinghi nehmen, da unser Dinghi stark verschmutzt ist und Ferry die Stellen kleben will, wo sich die Verbindungen zu lösen begannen.

Ich kann das Vorhängeschloss nicht aufsperren. Erst als Ferry sich das Schloss ansieht, bemerkt er Messerspuren. Da gab es gestern doch einen massiven Angriff auf unseren Motor und das Dinghi. Zum Glück war niemand erfolgreich. Wir werden in Zukunft noch besser aufpassen und noch mehr versperren. Eine 8 mm Nirokette kommt uns in den Sinn.

Schade, dass es immer wieder Übergriffe gibt. Wir befinden uns eben nicht mehr im vertrauten Heimrevier – wo natürlich auch etwas passieren kann, es aber eher selten ist.