Zur Abwechslung etwas Technik

Wer glaubt wir machen nur Ausflüge und lassen uns sonst die Sonne auf den Bauch scheinen, hauen uns den Wanst voll und genießen einen Cocktail nach dem anderen, der irrt. 😉

Obwohl wir in Curacao schon einiges gemacht haben, wie zweimal Antifouling zu streichen, die Laugenpumpe der Waschmaschine durch die neue, mitgebrachte zu ersetzen sowie den defekten Dieselvorfilter endlich zu tauschen, ist wieder Wartung angesagt.

Warum? Teile werden einfach dann kaputt, wenn man glaubt wieder alles in Ordnung zu haben.

Verkabelung des Drehzahlmessers

So zum Beispiel stribt der Drehzahlmesser unseres Volvo Penta D2-55 Motors kaum das Alrisha wieder im Wasser ist. Gleich um die Ecke ist die Volvo Vertretung von Curacao, aber so etwas zu bekommen dauert 30 Tage und ist unverschämt teuer. Das Instrumente Panel ist auch schon von der Sonne soweit ruiniert, dass man es nur mehr mit Sikaflex festkleben kann, denn die Schrauben halten es nicht mehr. Manche Lampen haben den Dienst quittiert und die Korrosion schreitet voran.

Überhaupt ist Salzwasser, und die salzhaltige Luft ein Faktor, den man nicht unterschätzen darf. Solange wir in Aquileia waren, sind wir immer wieder ins überwiegend süße Wasser zurück gekehrt. Außerdem haben wir Alrisha nicht mehr als 3 Monate im Jahr bewohnt und gesegelt. Jetzt aber ist es damit vorbei.

Die Membran unseres Watermakes leistet nicht mehr das was sie soll. Das produzierte Wasser hat einen Mineralanteil von über 1.400 ppm (parts per million). Eigentlich sollte der so um 250 bis 300 betragen und man schmeckt natürlich bei dieser Konzentration das Restsalz.

Wir hatten einen Wassereintritt im Schaltkasten – eine Luke einen Spalt offen, und schon sucht sich das Wasser einen Weg. Elektrik und Elektronik reagieren sehr beleidigt auf solche Umstände. Hier ist vieles zu reinigen und manche Anschlüsse müssen neu gekrimpt werden. Heute regt mich das nicht mehr auf. Früher wäre ich in Panik verfallen – hätte Angstzustände – und wäre knapp am verzweifeln gewesen.

Membran neu, alt, Einbau

Überhaupt darf man als LangzeitseglerIn in verschiedensten Bereichen maturieren. Wasserinstallation – Watermaker (Entsalzungsanlage), Elektrik, Elektronik im besonderen – Navigationsgeräte und deren Helferleins, Computer und dann natürlich Mechanik, hier besonders Dieselmotor, Außenbordmotor (Benzin), Elektromotoren, Hydraulik sowie alle Skills die ein routinierter Heimwerker auch zu hause braucht, denn es fallen auch Holz Arbeiten an und vieles mehr.

Für Nautik und Erste Hilfe haben wir uns in Vorbereitung auf unsere Langfahrt ja durch viele Kurse vorbereitet. Das hätten wir auch gerne für die Technik gemacht, war doch unsere Motorenwärterausbildung bei der Segelschule Hofbauer schon viele Jahre her. Leider hat sich kein Termin ergeben.

Aber wie der Zufall es so will haben wir auf der Bootsmesse in Tulln Oliver kennen gelernt, der mit der Idee einer „Skippercard“ vorstellig wurde.

Skippercard? Was ist das? Dazu mehr im nächsten blog 🙂

 

2 Gedanken zu „Zur Abwechslung etwas Technik

  1. Astrid & Eric

    Hello ihr 2,
    hier ist es genauso, nur kälter. Derzeit ca 8° in Kroatien und viele Reparaturen zu erledigen. Ist wie beim Haus vorher, nur komprimiert. Gleiche Menge Reparaturen, nur viel weniger Zeit um sie zu erledigen und kein Platz. 😉
    Alles Liebe
    Astrid u Eric

    Antworten
    1. Ferry Beitragsautor

      Hallo ihr Lieben!

      Am Anfang fällt besonders viel an – egal wie viel Zeit man vor Reisebeginn hinein gesteckt hat. Aber es wird besser 😉

      fair winds, clear skies and following seas!

      Antworten

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