Skippercard

Update 08/2020: Skippercard hat seinen Dienst eingestellt und verkauft keine neuen Verträge mehr. Wir haben die Hyperlinks daher entfernt.

Die Idee, die Oliver vorstellt gefällt uns sehr, sind wir doch beide zwar Computerfachleute und vielleicht auch erfahrene Segler, aber mit der Technik haben wir es nicht so drauf.

So will die Skippercard ein 24 Stunden Service bieten. Und zwar für alle technischen Fragen rund um die Schifffahrt und für medizinische Situationen, wo ein Gespräch mit einem Arzt sofort erforderlich scheint.

Desweitern ist auch ein Versicherungsschutz eingeschlossen. Details dazu findet man auf www.skippercard.net.

Als wir aber in Tulln waren, war die Idee gerade geboren. Das Herzstück – eine Datenbank – wo alle Skippercard Benutzer ihre Schiffsdaten erfassen und dokumentieren können war erst im Entstehen und so haben wir uns mit Oliver ein spezielles Paket ausgemacht und lieferten in der Folge auch Input zu der Datenbank.

Erfasst haben wir unsere Schiffsdaten erst unterwegs, was manchmal mit wenig und leistungsschwachem Internet mühsam ist. Eine Leistung mussten wir aber bislang nicht in Anspruch nehmen.

neues Panel mit Drehzahlmesser

Hier in Kolumbien wollen wir aber die offenen Dinge wieder angehen und so haben wir ein Email an Skippercard geschrieben, was wir den so für Sorgen mit der Technik haben.

Zum einem die Teile, die wir für unseren Volvo Penta brauchen, und zum anderen die Membran für den Watermaker. Oliver übernimmt die Teile zu besorgen und findet Motornummer und sonstige Details in der Datenbank. Nicht Erfasstes wird hinterfragt und in der Datenbank ergänzt.

Auf die Frage ob sonst noch etwas fehlt erliege ich der Versuchung über die Waschmaschine zu schreiben. Sie pumpt das Wasser schon wieder nicht ab. Was folgt ist eine sehr bemühte, unter Einschaltung aller erreichbarer Eudora kundige Techniker mögliche Ursachen zu finden sowie was ich tun und prüfen soll. “Bringen Sie sie vorbei” ist ja wohl keine Option. Dies ist sicherlich nicht maritime Technik pur, aber hat mich sehr gefreut, nicht im Stich gelassen worden zu sein.

unsere Waschmaschine

Leider kann man über die Ferne auch keine Wunder vollbringen und so sind wir am überlegen ob sich unsere mittlerweile 14 jährige Euronova 1000F nicht ein standesgemäßes Seebegräbnis verdient hat, oder ob ich doch bei nächster Gelegenheit die Laugenpumpe nochmals tauschen soll. Eine schwere Entscheidung!

Nun, Oliver hat alles für uns aufgetrieben und mit Express Dienst versandt. Leider blieben die Teile im Paketzentrum des Logistikunternehmes in Bogota hängen und wir sind am klären warum keine Verständigung erfolgt ist.

Des Weiteren sind Termina wie “Yacht in Transit”, die dem Logistiker sagen sollen, dass die Lieferung gleich wieder ausgeführt wird und daher nicht zu verzollen ist, hier in Kolumbien wertlos. Uns kostet das ca. 30% des deklarierten Warenwertes, die wir natürlich nicht geplant hatten.

Kein Fehler von Skippercard, alles war richtig deklariert. Aber man kann gegen die Willkür – einer muss versteuern, der andere nicht, in manchen Staaten nicht an.

Ich würde mir also nichts mehr nach Kolumbien liefern lassen. Selbiges gilt auch für Ecuador – da sind es sogar 100 % Zuschlag. 🙁

Mit Skippercard, mit Oliver im speziellen, war die Kommunikation immer hervorragend, rasch und kompetent. Ein klares “Like”!

Mittlerweilen ist die Motorelektrik wieder einsatzbereit. Ein neues Panel ziert die Steuersäule und der Drehzahlmesser zeigt wieder vertraute Daten. Ach ja, das Teil muss man konfigurieren – einen Code eingeben. Hmmm, ein Email später weiß ich – 14 – muss ich einstellen.

Die Membran ist getauscht und alles ist wieder dicht und die Anlage läuft.

Brigitte hat in der Zwischenzeit, während ich die Motorelektrik aktualisiert und den Watermaker gemacht habe, alle 8 (in Worten ACHT) Winschen zerlegt, im Dieselbad gereinigt, gefettet und dort wo nur Öl erlaubt ist, geölt.

Eine Winsch klackert komisch und Brigitte hat sie gefühlte 20 mal zerlegt und wieder zusammen gebaut. Zuviel Fett, zuwenig Fett, richtig geölt, wirklich alles geputzt … Und plötzlich, wird ihr klar, welches Teil schuld ist. Ein Zahnrad kann verkehrt eingebaut werden. Ojeee!

Wir sind eben alle keine Meister, aber mit der Zeit wird es immer besser 🙂

Ein großes Danke an alle, die uns beraten, einsagen und geholfen haben. Ihr seid spitze!

2 Gedanken zu „Skippercard

  1. Astrid & Eric

    Hallo ihr Lieben,
    Interessante Sache. Toll wäre es, wenn mann den Versicherungsschutz auf mehr als 56 Tage upgraden kann, für Langzeitreisende wie uns ☺️.
    Der Link im Artikel führt ins Nirvana, beim https am Anfang ist ein t zuviel und ein s zuwenig.

    Alles Gute euch und fair winds
    Astrid u Eric

    Antworten
    1. Ferry Beitragsautor

      Hallo Astrid & Eric!

      Danke. Ja der Tippfehlerteufel – schon behoben. Bezüglich des Versicherungsschutzes ist das Problem, dass alle Reiseversicherungen zeitlich begrenzt sind. Wir haben das schon recherchiert.

      Wir haben deshalb eine Reiserückholversicherung über OAFA abgeschlossen. Die läuft 365 Tage und ist eine Möglichkeit wenn man in Österreich versichert bleibt.

      Handbreit und LG, Ferry

      Antworten

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