Problem Number One

 

die gebrochene und die neue Schraube

Wir wollen nach Uturoa (Raiatea) segeln, denn dort wartet die Lösung des Problems Numero 2 auf uns. Somit muss das Schwert hinab gepumpt werden. Ferry pumpt und spürt einen immer größeren Druck und auf einmal bricht die Edelstahlschraube die den Kolben mit dem Pumphebel verbindet. Gleich zwei Bruchstellen gibt es und ein Teil steckt fest.

 

 

Kolben, der dunkle Fleck mittig und der Pumphebel

 

Da der Rest der Schraube im Gewinde steckt, bastelt Ferry mit einer Schraubklemme eine Notlösung. Jetzt können wir zumindest das Ruder wieder hinauf pumpen. Das Schwert bleibt hartnäckig im Schwertkasten stecken. Ein Aufbohren ist auf Grund von Platzmangel ohne Abbau der gesamten Hydraulik nicht möglich.

 

 

damit die Schraube hält, bis wir das Problem lösen können

Es hilft nichts, wir müssen weiter. Wir setzen das Groß, aber der Wind kommt immer mehr von vorne. Also weg damit und unter Motor geht es bis nach Pua (Tahaa). Dort sehen wir Bojen, wir nehmen uns eine. Am nächsten Tag in der Früh wird das Tauchzeug ausgepackt und ich widme mich dem Schwertkasten. Ich kann aber leider nicht lange unten bleiben, da ich wahnsinnig schwer Luft bekomme. Ich kratze mit Spachtel und Schraubenzieher soviel ich vermag weg, aber es gibt eine Stelle wo ich auch mit der Spachtel nicht durch komme. Ich bin enttäuscht, dass ich nicht mehr reinigen konnte.

 

mit Spachtel, Schraubenzieher bewaffnet geht es in die „Tiefe“

 

Als ich oben bin, probiert Ferry noch einmal das Schwert hinunter zu pumpen und er meint da tut sich was. Nochmals schnell die Maske rauf und die Kontrolle zeigt, dass das Schwert wieder unten ist. Ob wir es wieder hoch bekommen ist die Frage, wir probieren es gleich gar nicht.

 

 

 

viele kleine Riffe sind zwischen Raiatea und Tahaa

Wenn das Schwert oben ist, können wir einfach nicht  „am Wind“ oder „halber Wind“ segeln. Hier haben inzwischen die Sommerferien begonnen und die Marinas gehen auf Sparmodus. Hätten wir das Schwert nicht freibekommen, wäre uns Bora Bora versperrt gewesen. Wir hätten uns nur mehr in diesem Atoll aufhalten können. Hier sind wir eh’ schon ziemlich lange. Also Probleme lösen und dann weiter …

 

 

Wir gehen Boje auf und verlegen uns wieder vis-a-vis von Uturoa an den Bojen Platz, wo man 6 Bier bezahlen muss, aber diesmal bezahlen wir gerne, um morgen Problem Nummer Zwei in Angriff zu nehmen.

2 Gedanken zu „Problem Number One

  1. Andreas Platzer

    Schlimm, was da immer wieder kaputt gehen kann. Zum Glück seid ihr Meister in Improvisation geworden. Eine sehr wertvolle Eigenschaft. Ich hoffe, Ihr könnt die Probleme ohne Schwierigkeiten lösen.
    Viel Erfolg.
    Liebe Grüße Andy

    Antworten
  2. Brigitte Beitragsautor

    Lieber Andy!
    Wenn man keine Werft in der Nähe hat, oder die ausgebucht bzw. im Urlaub ist, muss man das Problem alleine lösen. Zumindest soweit, dass es weiter gehen kann. Sobald man Europa verlässt, lernt man alles mit Bordmitteln zu reparieren.
    Schöne Weihnachtstage wünschen Euch
    Brigitte und Ferry

    Antworten

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