Lockdown und Ausgangssperre in den Societies

Moorea – Cook Bay

 

Das ganze Land steht still, oder doch nicht? Nein, ganz so ist es nicht.  Seit 3 Monaten sind die Grenzen offen und seit diesem Zeitpunkt steigen die Inzidenzen rapide an und es ist noch immer nicht der Höhepunkt erreicht, somit wurde für das Wochenende vom15. August eine Ausgangssperre verhängt.

 

 

Französisch Polynesien muss etwas gegen COVID-19 unternehmen. Betroffen sind hauptsächlich die Touristenhochburgen in den Societies, einige Atolle in den Tuamotu und natürlich Tahiti.

Für die Society Inseln wurde ab den 23. August ein 14 tägiger Lockdown beschlossen. Es darf gearbeitet werden, fast alle Geschäfte haben geöffnet und die Restaurant dürfen ihr Essen über die Gasse anbieten. Verboten ist das Schwimmen, Tauchen, Jetski, Kajak fahren und Ausflüge zu unternehmen. Für alle, die nicht arbeiten gilt eine Ausgangssperre. Die Touristen dürfen im Hotelressort  Aktivitäten nachgehen. Die Segler dürfen ihren Standort nicht verlassen. Die Grenzen bleiben geöffnet, Inlandsflüge sind erlaubt, sofern sie bereits gebucht waren.

Regenbogen mal anders

 

Um jetzt etwas einzukaufen, muss man ein Online-Formular ausfüllen und man ist berichtigt sich an Land frei zu bewegen. Ein bis zweimal die Woche fahren wir mit dem Dinghi an Land, wo wir uns versorgen. Im Supermarkt sollte man nur alleine einkaufen gehen, aber niemand kontrolliert das.

 

Überhaupt kommt es uns vor, wie wenn es keine Ausgangssperre gäbe. Die Bevölkerung verhält sich nicht anders als zuvor. Die Autos rasen weiter um die Insel herum. Die einzigen die fehlen sind die Quads mit den Touristen. Vereinzelte Segler gehen Anker auf, wechseln die Bucht – das wirft kein gutes Bild auf uns. Auf VHF Kanal 16 hört man Rufe wie: „Sailing Vessel at Position … – this is French Warship“ die dann einmahnen stationär zu bleiben.

In diversen FB Foren liest man, dass man unbedingt nach FP reisen will. Ich verstehe die Leute nicht, man gibt viel Geld für Flug und Hotel aus, nur um dann in einem Land zu sein, dass derzeit einer der höchsten Inzidenzen hat und um dann unter Umständen nicht aus dem Ressort zu dürfen. Wenn wir nicht schon hier wären, ich glaube nicht, dass wir unsere Reise derzeit hierher starten würden.

P.S.: Unsere Kreditkarten sind gut in Tahiti angekommen. Brigitte zuhause und Franz, unserem Kurier, sei Dank! Jetzt trennen uns nur ca. 45 sm und ein Lockdown voneinander.

4 Gedanken zu „Lockdown und Ausgangssperre in den Societies

  1. Edmund Dvorak

    Obwohl im Paradies, könnt ihr uns ja wirklich langsam leid tun. Jetzt sind sogar „schon“ die Kreditkarten in FP, aber ihr dürft dort nicht hinfahren – es ist ja wirklich verrückt. Bleibt nur zu hoffen, dass der Lockdown wirklich nach 2 Wochen endet – viel Glück weiterhin. LG Claudia und Edi

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    1. Brigitte Beitragsautor

      Liebe Claudia, lieber Edi!
      Gerade haben wir erfahren dass der Lockdown bis 20.9. in die Verlängerung geht.
      Liebe Grüße aus dem Paradies

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  2. Günter

    Hab das erst jetzt mitbekommen. Bin gerade mal wieder auf „Fahrt“. Naja eigentlich wieder in der Marina zurück. Da mein Mobilphone sich verabschiedet hat war ich in Communication-detoxing. War auch interessant. Wetterbericht wieder über Funke und Wetterinfobox, schauen, Barometer beobachten. Geht ja noch. 😉
    Naja mal sehen was Corona in den nächsten Wochen daheim einbrocken wird. Ist schon eine ziemliche Sch…. .
    Ich wünsche euch jedenfalls viel Durchhaltevermögen und denke oft an euch.
    Liebe Grüße
    Günter

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    1. Brigitte Beitragsautor

      Leider hat es nun uns mit Ausgangsperre und Segel Verbot erwischt. Aber es gibt schlechtere Plätze. Wir liegen geschützt und auch die Versorgung mit frischen Waren ist gegeben. Es gibt schlimmeres! Das einzig blöde daran ist, dass wir hier schon zu lange herum sitzen und unsere Karten auf uns warten.
      Ich hoffe dein Törn war wieder einmal super, abgesehen vom kaputten Telefon.
      Ganz liebe Grüße nach HR von uns Beiden

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