Die Feiertage sind vorbei

Wir freuen uns seit kurzer Zeit über den Stromüberfluss, so beschließen wir unseren kleinen Kühlschrank hervorzukramen und ihn in den Gefriermodus zu schalten. Wir kaufen ein weinig Fleisch und Shrimps ein, wollen wir doch über die Feiertage autark sein. Das Gemüse kommt in den großen Kühlschrank.

hier löste sich die harte Haut

So, jetzt könnten wir auf einen schönen Platz fahren, wäre da nicht noch mein Finger, der nicht und nicht besser werden will. Wir beschließen, noch einmal 10 Tage Antibiotika zu nehmen. Damit wären es dann schon fast 4 Wochen. Auch ein Besuch bei der Sanität bringt nichts. Auch nach Rückfrage mit dem Arzt in Tahiti kommt nur die Antwort: „Alles gut, es dauert halt bis zu 3 Monate.“.

 

Die Weihnachtstage verbringen wir recht ruhig, hat sich doch auch das Ankerfeld vor Rotoava sehr gelichtet. Zwischendurch fahren zwei riesige Motoryachten Richtung Hirifa. Das Gerücht einer großen Party und Feuerwerk verbreitet sich rasch. Außerdem lernen wir Doris aus Wien kennen. Ihre Geschichte ist einzigartig. Wir überlegen auch nach Hirifa zu segeln.

Silvester Beschäftigung

 

Am Vorabend des letzten Tages im Jahr, meint Ferry: „das Bier ist nicht mehr so kalt!“. Naja, vielleicht haben wir mehr getrunken und der Kühlschrank kommt mit der Kühlung nicht mehr nach. Am nächsten Tag in der Früh ist es im Kühlschrank nur mehr warm. Alle Anzeigen stehen im grünen Bereich. Komisch? Ferry beginnt seine Standard Arbeiten am Kühlschrank. Nichts hilft. Die Pumpe fördert kein Wasser. Bald ist klar, die Steuerung für die Pumpe ist kaputt. Aber für Silvester haben wir genug gearbeitet.

 

 

in den Tiefen der Schapps gefunden

 

 

 

Irgendwann gegen 21:00 beschließen wir aufs neue Jahr anzustoßen. Irgendwo ist jetzt bestimmt 24:00. Müde fallen wir in die Kojen.

 

 

 

Am Neujahrstag baut Ferry eine kleine Pumpe ein, die permanent läuft. Der Kompressor springt an, aber der Kühlschrank wird und wird nicht kalt. Bald ist klar uns fehlt Gas. Wir dürften das Gas verdampft haben. So ab nun gibt es wieder einmal nur unseren kleinen Kühlschrank. Das Essen gegen das Verderben der Waren beginnt.

 

Wir nehmen Kontakt mit SVB auf und bestellen einen neuen Luftgekühlten Kühlschrank. Wir sind es nun endgültig leid, alle halben Jahr ein Problem damit zu haben. Auch ein neuer Inverter kommt auf die Bestellliste, denn die Gefahr sich bei unserem alten zu elektrisieren ist sehr groß und damit ein Sicherheit und Gesundheitsrisiko.

 

 

Und was machen meine Finger? Der Mittelfinger ist mehr oder weniger wieder in Ordnung. Er fühlt sich nur wie eingeschlafen an, aber ich verwende ihn schon wieder. Mein Zeigefinger macht mir immer noch Sorgen. Da ist eine Wunde, die nicht wirklich verheilt. Sie ist zwar zu, aber sie schorft von Zeit zu Zeit.

hoffentlich die letzten Dornen

 

 

Gestern gab es Großreinigungstag und meine Hände waren sehr viel im Wasser. Da ging wieder einmal die Wunde auf und als ich sie kontrollierte, stellte ich fest, da ist immer noch etwas sehr hartes drinnen. Da Ferry mir nicht weh tun will, versuchte ich die Wunde soweit zu öffnen, damit ich den Dorn herausbekommen konnte. Ich fand zwei Dorne zwischen 0,4 und 0,5 cm. Jetzt hoffe ich, dass mein Finger bald wieder OK ist.

 

Diese Woche wollen wir langsam Richtung Süden segeln und dann hoffen wir auf ein Wetterfenster nach Raroia. Von dort geht es weiter in die Marquesas nach Hiva Oa, wo wir Alrisha an Land stellen und das Unterwasserschiff streichen, die Hydraulik vom Ruder reparieren und unsere neue Ankerwinde und Kette installieren wollen. Der Generator ist auch kaputt und wird ausgebaut und hoffentlich der neue Kühlschrank eingebaut. Außerdem müssen manche Stellen des Teakdecks neu verfugt werden. Es wird uns also nicht langweilig werden. Wie heißt es in der Werbung: „Es gibt immer was zu tun“!

2 Gedanken zu „Die Feiertage sind vorbei

  1. Andreas Platzer

    Hallo meine Freunde,

    ich hoff für Brigitte, dass es das endlich war. Sind Seeigelstachel schon problematisch, so sicher die giftigen Stacheln noch viel problematischer.
    Seid froh, dort drüben zu sein, bei uns läuft alles komplett anders und nicht wirklich gut.
    das „eingesperrt“ sein, ist nicht wirklich toll. Geniesst eure Zeit in Freiheit.
    Ich wünsch euch, dass der Kühlschrank bald wieder funktioniert, denn ein warmes Bier kann gar nix.
    Die Spass noch.

    Liebe Grüße
    Andy und Doris

    Antworten
    1. Brigitte Beitragsautor

      Hallo Ihr Beiden!

      Seit dem die zwei Dornen draußen sind, heilt meine Wunde. Das Fleisch ist zwar noch immer hart, aber ich benutze jetzt schon den Finger.
      Da wir zur Zeit Internet haben, lesen wir was sich in Österreich so abspielt. Wir beneiden euch nicht.
      Naja der Kühlschrank ist nicht mal noch auf Reisen. Wir leben derzeit mit unserem kleinen externen Kühlschrank und da passen 2 Bier rein.

      Auf baldige Normalität
      Brigitte

      Antworten

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