Doch kein Aufbruch

Vorab – uns geht es gut! Wir wollten schon Samstag Richtung Tuamotus aufbrechen, aber der Wetterbericht sah echt schlimm aus. Wind bis zu 50 kn. Auch wenn wir erst in 3-4 Tagen dort wären, wäre noch immer genug Welle vorhanden.

In Fakarava sind 2 Schiffe bei 60 kn Wind in arge Schwierigkeiten gekommen. Sonntag, regnete es dauernd, das brauchen wir auch nicht. Wenn man unterwegs in einen Regen kommt ist es Pech, aber vorsätzlich bei Regen und Schitwetter zu starten, das tun wir nicht.

Montag, wären wir in ein Flautenloch gekommen, auch das ist entbehrlich. Also sind wir nochmals einkaufen gegangen. Eigentlich wollten wir nochmals meine Bankomat und Kreditkarten testen, denn keine meiner 4 Karten will mir Bargeld geben. Der Stand leider unverändert. Schont das Konto, nicht? 😉

Aber heute, Dienstag, soll es losgehen. Für die nächsten 2 Tage sind 10-20 kn Wind aus Ost angesagt und unser Kurs ist 208. Super Wind zum Segeln denken wir. Gerade als wir Anker auf gehen wollen, kommt Nomad rein. Wir warten noch, damit wir ein kurzes Plauscherl machen können. Dann heißt es aber Anker auf.

Das Groß ist bald gesetzt und wir Motorsegeln durch den Kanal zwischen Hiva Oa und Tahuata. Mit 6-7 kn rauschen wir durch den Kanal. Ferry macht inzwischen Wasser, denn unsere Vorräte sind fast bei Null. Auch läuft der Motor noch im Windschatten der Insel Tahuata mit. So können wir neben den Wasser bunkern unsere Batterien wieder aufladen.

Kaum sind wir von der Insel weg, wollen wir Segel setzen, nur wie und wieviel? Einmal kommt er von NNW, dann SSE nur um dann bei SE stecken zu bleiben. Genua ist im 2. Reff und Groß im ersten, dann kommt eine Böe von 29 kn. Wir rollen die Genua weg und gehen ins 2. Reff vom Groß. Wir segeln am Wind. Nein, das kann gar nichts. Da laut Wetterbericht der Wind eher mehr als weniger wird, machen wir eine 180 Grad Wende und wir segeln nach Tahuata zurück und gehen bei Jimmy vor Anker.

In der Bucht ankert die Seatramp, die voriges Jahr in den San Blas ganz schlimm ausgeraubt wurde. Wir plaudern ein wenig und wir sehen uns wieder in Rarioa.
In der Nacht zerrt Alrisha an der Ankerkette. Immer wieder heulen die Böhen im Rigg. Wir schlafen unruhig. Bei jedem „Ächtser“ ist irgendwer munter und stolpert durchs Schiff.

Jetzt einmal warten wir mal auf ein neues Wetterfenster. Nach der langen Corona Zwangspause müssen wir nicht umbedingt „hardcore“ beginnen, oder? Im Segelurlaub ist das vielleicht anders, aber bei 430 sm im Südpazifik? Hmm?

mit Sailmail per Pactor 4 und SSB Funk übertragen.
de OEX8635

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