Archiv für den Tag: 14/12/2019

Wir haben es gemacht

Unser Hausberg in der Morgendämmerung

 

Bereits um 04:00 weckt uns der Wecker auf. Wasser, Fotoapparat, Wanderschuhe und Wanderstöcke stehen bereit. Noch ist es draußen finster, aber schon als wir um 04:45 das Dinghi ins Wasser lassen beginnt die Dämmerung.

 

 

Die Zinnen von Ua Pou

 

Heute wollen wir von Hakahau nach Hakahetau. Das ist eine Wanderung von ca. 14 km über Berge und fast alles ist ein Waldweg. Wir sind zu fünft und Matt von der Sugar Shack hat den Track dazu.

 

 

Noch einer schöner Waldweg

 

Wir treffen uns an der Pier. Unser Hausberg Vis-a-vis leuchtet komplett in Rot und der Mond ist noch immer am Himmel zu sehen. Wir sind guter Hoffnung, dass wir das alles ganz locker schaffen. Wir wollen diese Wanderung nur „one way“ machen. Zurück soll es mit einem Fischerboot gehen.

 

Traumhaft schön

 

Bis wir aus der Stadt draußen sind, haben wir noch eine Straße, dann ändert sich der Weg in einem Schotterweg und danach in einem Feldweg. Bald endet auch der Weg und wir tauchen in den Wald ein.

 

 

Ein altes Haus am Weg

 

Nicht immer sind wir auf dem richtigen Weg. Mal sind wir nur 80 Meter daneben, können aber nicht einfach quer Feld ein laufen, denn da ist alles mit Sträucher voll und außerdem ginge es sehr steil begab. Somit wieder zurück und die richtige Abzweigung finden.

 

 

Kleinere Steine sind im Weg

 

 

Es geht stetig bergauf. Bald schon sind wir auf 340 Meter Höhe. Aber wir haben erst ein Viertel der Strecke geschafft. Natürlich geht es wieder bergab, nur damit wir dann in Serpentinen uns auf fast 450 Meter hinauf handeln.

 

 

 

Blick in unsere Ankerbucht

 

Wir beide fallen immer wieder zurück. Die Wege werden immer schwieriger, bald liegt ein Baum quer über dem Weg, so dass wir über ihn hinweg klettern müssen, oder aber auch unter durch kriechen können.

 

 

Matt unser Führer in Flipflops

 

 

 

Bald ist der Weg so schmal, dass man beide Füße nicht nebeneinander setzen kann. Ja nicht ausrutschen. Ach sind wir über unsere Wanderstöcke glücklich.

 

 

Der leichte Waldweg

 

Drei Liter Wasser sind ruck zuck leer getrunken. Diesmal ist Ferry das Schlusslicht. Schon bei der Hälfte der Strecke bekommt er seinen ersten Krampf. Ich gehe vor ihm. Schaue immer wieder zurück, warte auf ihn und gehe dann weiter.

 

 

Blick auf die Zinnen

Wir sind kurz vor unserem höchsten Punkt. Nur mehr ein paar Höhenmeter. Da vorne warten die anderen schon auf uns. Wir warten auf Ferry. Als er nach 2 Minuten noch immer nicht kommt, will ich den Weg zurück gehen. Matt sagt, er geht. Als auch er nicht zurück kommt werde ich ein wenig nervös und laufe ein Stück zurück. Da kommen Sie schon entgegen. Ferry hatte in den einen Fuß einen Krampf in der Wade und im anderen einen Krampf im Oberschenkel. Er ist einfach auf die Seite gefallen. Zum Glück ist nichts passiert. Anscheinend war ich schon außer Hörweite.

Es geht schon mal unten durch

Nach einer Rast, geht es weiter. Endlich geht es bergab. Dafür umso schwieriger. Es geht über felsiges Gebiet, über Flussläufe, zum Glück derzeit ohne Wasser, wir halten uns an Seilen an, damit wir nicht zu schnell abrutschen. Und das ganze nur um dann einen Steilhang mit Hilfe eines weiteren Seiles hinaufzuklettern. Das ist neu für uns.

 

Am Seil geht geht es rauf

 

 

Endlich sind wir aus dem Waldweg draußen und stehen vor Abzweigung Schokoman, Wasserfall und weiter in Ortschaft Hakahetau. Wir gehen zum Wasserfall, die anderen laufen noch schnell mal die 1,5 km zum Schokoman und zurück.

 

 

 

Blick auf den Flughafen

 

Wir genießen derweilen den Wasserfall mit nur 3 weiteren Leuten und 3 Kindern. Ich genieße das kühle Wasser und versuche die Wasserflasche mit dem herunterfließenden Wasser zu füllen. Ist gar nicht so einfach.

 

 

der Wasserfall gehört ganz alleine mir

 

 

Als dann die anderen kommen, hat sich die Idylle zu einem Rummelplatz geändert. Wir packen unsere Sachen und laufen die rund halbe Stunde runter in den Ort.

 

 

 

Hakahetau

 

Dort warten schon einige Segler mit einem Potluck auf uns. Das nenne ich wirklich toll und wir werden sofort mit Wasser versorgt. Leider haben wir nur eine Stunde Zeit, denn dann wartet schon unser Fischer auf uns.

 

 

Zurück in 20 Minuten

 

Ein ganz kleines Boot bringt uns in nur 20 Minuten zurück zum Start. Na das hatten wir wirklich einfacher haben können. 😉 wenn man alle Pausen abzieht sind wir ungefähr 6,5 Stunden gelaufen. Ach ja Mike und Matt sind die ganze Strecke in Flipflops gelaufen. War ja gar nicht sooo schlimm. Auf den Muskelkater morgen freuen wir uns schon.