Endlich daheim!

Endlich nach fast 8 Wochen kann ich meine Beiden wieder an Bord begrüßen. Die Wiedersehensfreude ist groß.

Busbahnhof Guayaquil

 

 

Sie erzählen mir von dem letzten Abschnitt ihrer Reise. Das Frühstück war kontinental und das Taxi brachte sie mehr als zeitgerecht zum Busterminal. Dieses Terminal ist für Fremde ein absolutes Chaos. Keine Anzeigetafeln und die Busse fahren von 2 Stockwerken weg. Die Koffer kann man nirgends abgeben. Einen Wartesaal gibt es nur im Gebäude, am Terminal selbst steht man mit all seiner Habe herum und wartet auf den Bus.

 

Mit 15 minütiger Verspätung geht es los. Die Fahrt geht über Puerto Viejo und dann direkt nach Bahia de Caraquez. Sie haben diesmal einen Raser. Er erreicht die Bahia eine Stunde zu früh. Ein Taxi bringt sie in die Marina.

ein Ankommenbier

 

 

 

Nach einem Bier werden sie von Sabine und Achim (SY Atanga) abgeholt und zu mir gebracht. Welch Freude.

 

 

 

 

auch am Nachbarschiff sind sie gern gesehene Gäste

 

Aber ich überrasche sie gleich mal mit meinem Schmutz. Ich bin über und über voller Staub und am Vordeck hatte ich tollen Spaß mit den Pelikanen, dass sie dabei etwas zurückgelassen haben, liegt in der Natur der Sache. Ich war ja so alleine, da freute ich mich über die Abwechslung.

 

 

Als sie dann unter Deck gehen, sie alle Luken und Ventile öffnen, habe ich die nächste Überraschung für sie bereit. Die Toiletten gehen nur sehr streng zu pumpen. Meine Öffnungen sind alle zugewachsen.

 

überall Schimmel

Wenn ihr glaubt ihr könnt jetzt einfach so in die Kojen fallen, habt ihr euch geirrt. Schimmel, nicht das Pferd, sondern die ganz kleinen weißen und schwarzen Flecken auf der Bettwäsche werden euch nicht gefallen. Jetzt dürft ihr noch Betten frisch überziehen. Aber nicht nur das Bettzeug schimmelt, auch an den Wänden von den Badezimmern und auch teilweise in den Schränken. Ha – 8 Wochen weg – in den Tropen, wollt ihr das wirklich öfters?

 

Meine Auslässe werden am nächsten Tag gereinigt. Aber nicht nur die Auslässe sind von Seepocken bevölkert, sondern mein ganzer Bauch, die Ernte kann beginnen.

Ausgleichsbehälter, so soll er aussehen

 

 

Ein Blick auf meine Hydraulikanlage zeigt ihnen, dass ich sehr durstig war. Das Ausgleichsgefäß ist leer. Also bleibt mein Schwert im Moment im Bauch. Finde mein Leck!

 

 

Als sie dann noch meinen Motor starten wollen, huste ich Ihnen etwas und lasse ihn nicht wieder starten. Findet mal den Fehler. Wollt ihr wirklich mich nochmal so lange verlassen?

ich liebe meinen neuen Nachbar

An manchen Tage schmuse ich mit meinen neuen Nachbarschiff. Die Eigner von dem Boot sind auch auf Landreise, also konnten wir beide uns gegenseitig bemitleiden.

Na da haben sie ja mal für die nächsten 2-3 Wochen Arbeit. Schaun wir mal, ob sie mich nochmal 8 Wochen verlassen. Schön das ihr wieder da seid.

2 Gedanken zu „Endlich daheim!

  1. Waltraud Röhrl

    Arme Alrisha!!! Jetzt hast du deine Lieben ja wieder bei dir. Die beiden sollen duch pflegen und wieder suf Vordermann bringen. Aber gib es zu: du hast die Zeit mit deinen Schmusenachbarn doch sicher auch genossen, und die Bekanntschaft mit dem Pelikan war dir auch nicht unangenehm! Sei bitte nicht zu bockig!! Glg Wa

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  2. Alrisha Ovni 435 Beitragsautor

    Liebe Waldi, Ich bin doch nicht bockig, aber wenn ich das durchgehen lasse, lassen die mich nur mehr alleine. Die reden jetzt schon wieder von wegfahren. Es war ja recht lustig mit den Pelikanen, aber das was sie auf meinem schönen Teakddeck hinterlassen haben, haben meine Lieben nicht mehr ganz weggebracht. Sonst bin ich wieder sehr sauber und es funktioniert wieder alles, das haben sie gut gemacht. Ganz liebe Grüße von der jetzt glücklichen Alrisha

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