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kleine Wurmschraube – großer Aufwand

Wurmschraube gefunden

 

 

Bei unserem Bimini fehlt eine Wurmschraube, eigentlich normalerweise eine Arbeit von 2 Minuten. Nicht so diesmal. Irgendwo in den tiefen von Alrisha’s Bauch gibt es einen Sortimentskasten mit Schrauben und Bolzen. Hier werden wir auch fündig.

 

 

 

Jetzt nur noch den richtigen Inbusschlüssel finden und Ruckzuck wieder ein Punkt auf der Todo Liste weniger. Dieser Wurm weigert sich und das nicht zu knapp. Auch Ferry scheitert vorerst. Erster Gedanke, neues Gewinde schneiden. Auch das bringt uns nicht weiter.

Neuer Versuch mit einer Schraube. Voila das funktioniert und was ist jetzt anders. Eine Messung bringt endlich Klarheit. Die Wurmschrauben die wir normal benutzen haben einen Durchmesser von 6 mm und anscheinend gibt es auch welche mit 5 mm.

Brigitte, fahr doch mal schnell welche holen. Bin gleich wieder zurück. Im Marina Shop habe ich kein Glück, gleich in der Nähe soll es einen Laden geben. Nix wie hin. Wir haben nur ein Säckchen mit unterschiedlichen Wurmschrauben. Keine davon ist Edelstahl. Wohin jetzt?

hätten wir auch gleich machen können

 

Neuer Tipp: Bearing Shop. Und dieser Tipp ist echt heiß. Hier bekomme ich 5 Stück (Reserve ist immer gut)  Wurmschauben in Edelstahl. Kosten 2 AUD (€ 1,20). Ich kehre glücklich zurück. Jetzt noch schnell die Schraube rein und … Sie passt nicht. Das Gewinde ist ein anderes. Jetzt haben wir endlich einen Punkt erreicht, wo wir einfach eine normale Schraube reindrehen. Hätten wir gleich machen können und es hätte uns nicht einen halben Tag gekostet.

 

 

 

 

gefühlt 100 mal ein und ausgebaut

Auch andere Arbeiten zicken. Zum Beispiel der Watermaker. Wir haben eine neue Membran mit der Original Nummer in Australien bestellt. Diese kommt diesmal aus Korea und sie ist leider um 2 mm zu lang. Als er die alte wieder einbaut, weil sie trotz der langen Lagerzeit (1,5 Jahre unbenutzt) noch Ok scheint, bringt er sie fast nicht mehr dicht. Um das immer wieder zu testen, heißt es Membran einbauen, und Zylinder anschließen, Watermaker starten und schauen ob er dicht ist. Jeder Test zieht sich über eine Stunde.

 

beim auseinanderbauen gebrochen

 

 

Endlich als der Zylinder dicht ist, tropft es bei der Anzeige für den Durchfluss des Süßwassers. Beim Zusammenbauen brechen die Teile auseinander. Ein Bypass wird gelegt. Jetzt wissen wir halt nicht mehr wieviel Wasser wir produzieren. Was soll es. Statt einen halben Tag Arbeit, sind drei Tage dahin.

 

 

 

alt gegen neu

 

Das kaputte Multi tauschen wir gegen ein neues I70S. Glück muss man auch manchmal haben, das Gehäuse hat die selben Maße wie das alte, nur die Schraublöcher sind jetzt anders. Eigentlich muss jetzt nur noch das alte Kabel raus und mit dem können wir gleichzeitig das neue Spurkabel einziehen.

 

 

 

jetzt geht es nicht mehr durch das zweite Isoflex

 

So dachten wir, aber auch dieses lässt uns den Schweiß herunter laufen. Irgendwo im Schaltkasten kommt das Kabel aus einem Isoflex raus und geht in ein weiteres rein. Das Problem ist, dass es hier eine 180 Grad Wende zu überwinden gilt. Kein Problem, wenn man es weiß, großes Problem wenn man an der falschen Stelle sucht. Wieder alles geschafft, aber in welcher Zeit.

 

es geht um den roten Strang

 

 

Als Ferry für Starlink ein neues Kabel im Schaltkasten hinzufügt, meint die Klemme: Jetzt hast du aber um mindestens ein Kabel zu viel und ich werde dir zeigen, dass ich deine Kabeln wieder ausspucke und dann bist du im ganzen 12V Netz lahm. Also muss hier auch eine Lösung her. Eine stärkere Klemme? Dafür ist der Platz nicht da und auch gibt es das europäische System nicht.

 

 

die Pumpe für den Autopilot

 

Da wär noch unser defekter Autopilot. Um den Fehler nachzugehen, heißt es, die Backskiste ausräumen. Wir haben hier eine Klappkiste und eine Alukiste voll mit Dosen voll Lack und Verdünnern. Um diese Kiste raus zu heben, muss sie zuerst ausgeräumt werden, weil sonst zu schwer. Dann stellt sich heraus das die Kiste nur mehr schwer raus geht, da unser neuer Ausgleichsbehälter für die Hydraulik größer ist.

 

 

 

unser Raymarine Spezialist

 

Die Pumpe muss ausgebaut werden und außerhalb von Cairns gibt es einen Mechaniker der sie überprüfen und hoffentlich reparieren kann. Dieses Teil kostet fast 1.000€, das wollen wir nicht tauschen. In einem Privathaus hat er seinen Werkraum, alles ordentlich. Er zerlegt und reinigt sie und baut sie wieder zusammen. Der Test ergibt sie sollte wieder funktionieren.

 

Leider funktioniert es noch immer nicht nach dem Einbau. Eine Messung ergibt, es kommt zu wenig Strom zur Pumpe. Das Kabel vom Schaltkasten zur Pumpe ist korrodiert. Ein Kürzen des Kabels bringt endlich den gewünschten Erfolg.

Alle Arbeiten am Boot dauern immer soviel länger als geplant. Dann gibt es da noch das Wetter. Wir haben hier noch immer die Regenzeit. Es vergeht kein Tag wo es nicht regnet. Auch das erschwert die Arbeiten an Bord. Jetzt können wir endlich die Werft verlassen.