die unendliche Genua Geschichte

Begonnen hat alles bei der Überfahrt von Vanuatu nach Australien, wo die Genua sich selbstständig gemacht hat. Hier in Cairns haben wir unsere Genua Rollreffanlage zum Ersetzen in Auftrag gegeben. Zusätzlich gaben wir auch den kompletten Austausch von den Wanten und Stagen bei unserem Rigger in Auftrag.

Fock und Genua sind gesetzt

 

 

Alles wurde getauscht, nur wurde leider nicht die ganze Rollreffanlage erneuert. Teile die für gut befunden waren, wurden nicht ersetzt. Da wir vor dem Kranen noch den Unterwasseranstrich für das Schwert bekamen, mussten wir höher gehoben werden und das hatte zur Folge, dass unsere Genua Anlage wieder deinstalliert werden musste.

 

 

 

Danach wurde unsere Reffanlage wieder montiert. Leider wurde der Splint, der den Bolzen hält auf der Seite von der Ankerkette gesetzt. Wir ließen es mal so, bis unser Rigger Zeit hatte und beim Segelsetzten uns half. Alles Neu, wer weiß in welche Probleme wir da laufen.

Trommel wieder einmal offen

 

 

Endlich war es soweit, die Fock ging ohne Probleme hoch. Die Genua zickte da schon bei den Übergängen der Schiene. Ich bestand darauf, dass das ohne Probleme rauf muss, wer weiß zickt das dann auch beim Bergen. Jetzt stellten wir fest, dass die Schienen nur teilweise getauscht wurden.

 

 

 

Durch Feilen konnte man die Stellen entschärfen. Beim 3. Anlauf war sie dann ohne Probleme oben. Aber da war noch ein halber Meter Segel. Also Segel wieder runter, rauf in den Mast und alles weiter ins Top ziehen. Super, jetzt geht es bis rauf, aber ein durchsetzen ist auf Grund des starken Windes indes nicht mehr möglich. Kein Problem können wir mal bei weniger Wind machen.

Dann mussten wir ja wegen des Schwertes noch einmal kranen und noch einmal musste die Genua demontiert werden. Da der Bolzen nicht leicht rausging hämmerte man ihn mit Schraubenzieher und Hammer heraus. Dabei wurde auch das Bugbrett demoliert.

Am Mittwoch sollte ein Rigger von der Werft kommen und unsere Reffanlage wieder montieren. Er war beleidigt, weil wir einen neuen Bolzen wollten. Wir hatten ihn schon bestellt und sollte  spätestens Mittwoch zu Mittag da sein. Dieser Rigger tauchte nicht mehr auf.

 

 

Am Donnerstag hatte dann unser Rigger Zeit. Er montierte die Genua wieder. Leider lag dann ein Teil (Lager bei den Übergängen) von der Genuaschiene am Boden. Die Genua muss runter, ein Mann muss in den Mast und die komplette Anlage muss demontiert werden. Der Teil wird wieder an seinen Bestimmungsort eingesetzt und wir können das Vorstag wieder setzen.

 

 

Kaum ist die Trommel wieder montiert, liegt dieses Teil schon wieder an Deck. Jetzt ist guter Rat teuer. Unser Rigger verschwindet und kommt mit einem gebrauchten Ersatzteil zurück. Siehe da, die verflixte Dichtung (Gummi) bleibt an seiner Stelle. Jetzt noch schnell die Genua wieder einfädeln und gut durchsetzen. Zum Abschluss wird noch das Rigg neu eingestellt.

Inzwischen wissen wir nicht mehr, wie oft die Genua rauf und runter kam. Jetzt können wir nur hoffen, dass sie funktioniert. In der Zwischenzeit haben wir das Groß gesetzt, welches auch seine Tücken hatte. Die Halterung bei der obersten Latte war ja kaputt und wir haben eine Neue aus Österreich mitgebracht. Da dieses Teil eine neuere Generation ist, müssen wir die alte demontieren und die Neue anschrauben. Kaum zu Glauben 5 von 6 Schrauben passen in die alten Löcher.

Was nicht so gut ist, ist der Bolzen der das Segel mit dem Mastrutscher verbindet, denn der alte ist ein M10 und der neue ein M12. Eine Firma zu finden die den Bolzen nachbauen kann war in 3 Stunden erledigt. Der Arbeiter meinte jedoch, das ist viel zu teuer. Ich mache Euch ein Gewinde mit dem Außenmaß M12 und einem inneren Gewinde M10. So können wir den alten Bolzen verwenden.

Natürlich haben wir beim Setzen des Segels wieder einmal die Persenning falsch montiert, aber mit kräftiger Hilfe konnten wir auch dieses Problem lösen. Wir mussten viele Pausen einlegen, da es immer wieder regnete. Die Regenzeit hält sich hier nicht an Termine.

Im Hydraulik Ausgleichsbehälter von unserem Autopilot fehlte ein wenig Öl und wir telefonierten mit unserem Hydraulik Fachmann. Das und das fehlen von Fotos ist eine andere Geschichte.

 

Ein Kommentar zu „die unendliche Genua Geschichte

  1. Stefan Baschny

    Hallo ihr Lieben !
    Und wir dachten wir sind schon genervt von unserem Haus da wird auch ständig was kaputt.
    Aber so wie das aussieht zieht sich das durchs ganze Leben.
    Liebe Grüße aus Schawbendörfl
    Stefan und Michi

    Antworten

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