Was weg muss, ist weg!

Mittwoch früh, dann der versprochene Anruf von Dr. John. Wir sollen Morgen um 09:00 im Whangarei Spital sein. 3 Stunden später ein Anruf von Margy. Der Termin verschiebt sich auf frühestens Freitag und der Eingriff wird im Kensington Spital durchgeführt. Ferry meint, es sollte am Freitag stattfinden, da er dann schon 3 Tage keine Medikamente gegen seinen Blutzucker nimmt. Sie einigen sich auf Freitag 11:00.

 

und wieder Formulare ausfüllen

 

Ab Donnerstag Abends darf er nichts mehr essen und Freitag auch nichts mehr trinken. Was uns aber ein wenig irritiert ist, dass er gleich am nächsten Tag entlassen werden soll. Wie bekommen wir ihn mit einer offenen Wunde und 2 Krücken auf Alrisha? Die Toiletten sind 150 m entfernt und für die ganze Marina. Wir versuchen es mit allen Argumenten, dass er länger im Spital bleiben kann. Ihre Antwort bleibt nein!

 

 

 

schaut er nicht kess aus?

Na ja, vielleicht geht es wenn wir direkt mit der Frau Doktor sprechen. Mal sehen. Renate führt uns wieder ins Spital. Vielen Dank für deine Unterstützung. Und wieder müssen Formulare ausgefüllt werden. Ein COVID Test, der zweite, für Ferry darf nicht fehlen. Natürlich negativ. Dann geht es in ein Zimmer, wo er wieder interviewt wird. Immer wieder die gleichen Fragen. Fragen die im Formular bereits gestellt wurden, werden nochmals gefragt. Ein weiteres EKG folgt, Blutdruck, Zucker, Sauerstoffgehalt und Fieber werden gemessen und dann kommt  Margy, die Ferry operieren wird. Ups, sie ist nicht die Dame die die Operationen einteilt, sondern die die sie ausführt.

 

 

Sie bleibt hartnäckig und Ferry wird morgen raus geworfen. Das Gesundheitssystem funktioniert hier irgendwie anders. Es ist jeder versichert und man bezahlt hier irgendwie keine Sozialversicherung. Danach kommt noch einmal die Krankenschwester und bringt die kleidsame Kleidung. Alles ausziehen, hier ist eine Unterhose zum weg werfen, eine Haube, Socken und ein Kittel. Jetzt trennen sich unsere Wege. Ferry spaziert und das wirklich mit eigenen Füßen in den OP Saal und ich spaziere nach Hause.

alles überstanden

 

 

Nach der Operation werde ich angerufen und Ferry spricht kurz mit mir. Später am Abend weiß er es nicht mehr. Das ist die Narkose. Auch hat er nach dem Aufwachen gefragt, wann es endlich los geht.

 

 

 

 

kesses Füßchen

 

 

Samstagvormittag schaut noch der Co-Chirug vorbei und teilt ihm mit, dass er die Nachbehandlung im Hauptspital hat. Heute bekommt er noch einen neuen Verband, Schuhe und Krücken. Am Mittwoch ist Verbandwechsel angesagt. Ferry ruft mich an und teilt mir mit, dass er in ca. 30-40 Minuten fertig sein wird.

 

 

 

Ich schaue bei Renate vorbei und will ihr nur sagen, dass ich jetzt bei dem ausnahmsweise schönen Wetter zu Fuß zum Spital laufe und dann mit Ferry zurück ein Taxi nehme. Kommt gar nicht in Frage – ich fahre euch.

alles wird eingepackt

 

Als wir dort ankommen, hat Ferry gerade seinen alten Verband abbekommen. Wir sehen die Wunde. Ein Teil konnte genäht werden, aber es fehlt auch ein großes Stück Fleisch und Haut. Bei der Wunde wird eine Drainage gelegt, die mit einem Abpumpgerät verbunden wird. 2,5 Stunden später können wir ihn nach Hause fahren. Dadurch dass er Neuropathie in den Füßen hat, spürt er keine Schmerzen, was zur Zeit gut ist, aber bei Verletzungen leider ganz schlimme Folgen haben kann.

 

 

 

es geht nach Hause

 

 

Zu Hause gibt es ein Willkommen Bier und danach wird er in die Koje verfrachtet, wo er seinen Fuß hoch lagern darf und mich durch die Gegend scheuchen darf. 😉 Jetzt muss das ganze nur schnell heilen.

4 Gedanken zu „Was weg muss, ist weg!

  1. Andreas Platzer

    Hallo Freunde,
    ich wünsche dir Ferry und auch Brigitte, daß alles ohne Komplikationen schnell heilt. Seid vorsichtig und lasst euch Zeit, die habt ihr ja. Alles Gute für euch und geniesst trotzdem euren Aufenthalt.
    Liebe Grüße Andy

    Antworten
  2. Guepo

    Uff, klingt recht mühsam. Ich hoffe es verheilt alles wunschgemäß und ihr bleibt im Zukunft beide gesund und unverletzt !!!

    Alles, alles GUTE
    Günter

    Antworten
  3. Hannes Plöschberger

    Baldige Besserung!
    Vielleicht solltest Du doch die Geschichte in Österreich auskurieren?
    Alles Liebe Hannes

    Antworten
  4. Ferry

    Liebe Freunde,
    nochmals vielen Dank für die Wünsche zur baldigen Besserung. Das Klima hier ist bestimmt besser zur Heilung geeignet, als das in den Tropen. Hoffentlich habe ich bald einen Status erreicht, der mir wieder mehr Mobilität beschert, so dass wir reisen können bzw. unsere notwendigen Instandsetzungsarbeiten beginnen können.

    LG, Ferry

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Die Datenschutz-GrundVerordnung (DSGVO) verlangt die Bestätigung, dass die eingegeben Daten gespeichert werden dürfen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.