Abwettern in der Lagune

In letzter Zeit mussten wir uns so oft verkriechen. In der Adria suchten wir uns eine Ankerbucht die vor den Wellen und uns vor Bora (Bura) oder Scirocco (Yugo) Schutz bietet. Hier in den Tuamotus gibt es keine Buchten. Hier kann man sich maximal hinter einer Palme verstecken und die ist auch schon die höchste Erhebung.

 

am Außenriff

 

Somit heißt es einfach eine kleine Insel (Motu) zu finden, die uns vor dem Wind schützt. Leider ist auch das nicht immer machbar, somit suchen wir uns ein Riff, dass uns zumindest vor den Wellen schützt. Meistens liegen wir auch recht ruhig, außer dass der Wind durch das Rigg fährt.

 

 

noch sind die Wellen niedrig, die am Außenriff brechen

Der Anker wird wie immer gut eingefahren und unsere Bojen schützen unsere Kette vor Verhängen in einem Korallenstock. Sollte das passieren, können wir zur Not nicht mehr Anker auf gehen, auch ist die Kette nicht mehr so „elastisch“ und ruckt dauernd ein. Das ist weder für unsere Nerven noch für die Kette gut, geschweige dem die Korallen zu schädigen. Keine Option für uns!

 

die Palme ist die höchste Erhebung

 

Des Weiteren versuchen wir möglichst großen Abstand zum nächsten Ankerlieger zu halten. Zum einem wollen wir die Privatsphäre waren und zum Anderen wollen wir ohne zusätzliche Sorgen schlafen können.

 

 

das Motu ist sehr Abwechslungsreich

Während der Tage wo wir abwettern, verlassen wir nicht sehr gerne unsere Alrisha, sitzt unser Kettenbruch noch immer in den Knochen und ist noch nicht verarbeitet. Diese Zeit nutzen wir für Arbeiten am Schiff. So hat diesmal Ferry die Batterien alle durchgemessen. Leider ist das bei unserem Schiff ein Projekt, denn man muss dazu beide achteren Kojen fast komplett ausräumen. Unsere Batterien dürften in Ordnung sein – sie weisen eine Spannung von ca. 13,1 V auf, ohne Ladung und Verbraucher. Was aber bei der Kontrolle gefunden wurde, ist, dass eine paar Schrauben nicht mehr ganz fest gezogen waren. Der Drehmomentschlüssel wird bemüht und wir werden die weitere Ladung/Entladung beobachten. (4 x 150 Ah Gel Batterien sind seit Juli 2019 verbaut). Etwa 45 volle Ladezyklen haben die Batterien durchlaufen bei etwa 8 Monaten ständiger Benutzung.

 

Eine Musikbox fing an zu krachen und Ferry hat sie zerlegt, die Anschlüsse gereinigt und den alten Splitter ausgebaut.

Unser großzügig gekauftes Fleisch musste natürlich eingekocht werden. Auf das Gulasch freuen wir uns schon. Das wenig fette Fleisch steht für andere Gerichte bereit.

 

wie wäre es mit einem Wochenendhaus?

Unser Generator geht ja seit 2 Monaten nicht mehr. Ferry versucht unseren 3 kW Generator aus der Backskiste zu bekommen, ohne unsere Hydraulik abbauen zu müssen. Leider wird es nicht ohne den Abbau gehen. Im Unterschied zum damaligen Einbau hilft nun unser Kran, der dafür genau richtig steht.

 

 

Ich habe inzwischen 2 neue Österreich Flaggen genäht. Der Verschleiß ist enorm, alle halbe Jahr können wir eine Nationale wegwerfen. Auch unsere Cockpitpölster brauchten nach 7 Jahren neue Überzüge. Schaut alles wieder wie neu aus.

Außerdem schnupften wir ein paar Tage herum. Der Südwind ist so kalt, dass es in der Nacht nur mehr 22-24 Grad hat und da verkühlt man sich halt, wenn man keine zweite Decke hat. 😉

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