Rollende Nachtfahrt nach Makemo

rechts voraus das Riff im Pass

 

Nur circa 80 sm sind es bis zum nächsten Atoll. Wir liegen noch immer an der Ostseite des Atolls und müssen die Lagune queren. Heute ist es bewölkt, aber die Sonne kann ein wenig durchblinzeln und uns so auf die fiesen Bummies aufmerksam machen.

 

 

endlich wieder einmal ein Leuchtturm

 

Wir gehen am späten Vormittag Anker auf, denn wir wollen Mittags durch den Pass. Für das nächste Atoll sind wir viel zu zeitig dran, aber so ist mal das Leben in den Atollen, man kann nicht immer hinein und auch nicht aus dem Atoll heraus. Bei manchen Pässen können abhängig von der Tide bis zu 8 kn Strömung stehen.

 

Uns schiebt diesmal die Strömung mit 3-4 kn aus den Pass. Kaum sind wir draußen begleiten uns 4 Tümmler. Dieses Ereignis verzögert natürlich das setzen der Segel, wobei wir nur das Groß im 1. Reff setzen. Wir sind auf Vorwindkurs. Wir haben genug Zeit um Makemo rechtzeitig, nämlich in der Früh zu erreichen. Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Kurse nicht wirklich mag, denn da rollt Alisha von links nach rechts und schlafen kann man auch nicht.

da kräuselt sich das einlaufende Wasser

Am Anfang ist der Wind sehr schwach und wir überlegen schon die Genua dazuzusetzen. Da wir aber platt vor dem Wind segeln, müssten wir die Genua ausbaumen. Das lassen wir aber bleiben, denn sonst müssen wir länger Beiliegen (vor dem Wind treiben mit back stehendem Segel (Segel auf der falschen Seite) und Ruder zum Wenden gelegt (Schiff will anluven, kann aber durch das back stehende Segel nicht durch den Wind).  Aber der Wind meint ist bald mehr als gut mit uns, er frischt immer mehr auf. Wir rauschen mit 5,5 bis 6 kn nur so dahin. Ankunftszeit 02:30, das ist eindeutig zu früh. In der Nacht fahren wir durch keinen Pass. Somit wird um 00:30 das Groß geborgen und wir lassen uns einfach mit 1 kn Richtung Ziel trieben. Das ist kein Beiliegen, sondern „Lenzen vor Topp und Takel“. Lustige Sprache, das Seglerkauderwelsch, nicht?

gleich beim Pass der Ort

 

Um 06:00 rollen wir die Genua im 3. Reff aus. Die letzten Seemeilen geht es mit 3,5 bis 4,5 kn Richtung Pass. Nomad geht eine halbe Stunde vor uns durch den Pass. Wir sehen am AIS, dass sie ein wenig Strömung in die Lagune haben.

 

 

Um 08:00 kommt die Genua weg und wir motoren durch den Pass. 3 kn Strömung sind mit uns und gleich um die Ecke fällt der Anker.

Beide haben wir nichts geschlafen, wir sind müde und würden am liebsten ins Bett fallen, aber wir brauchen dringend Bewegung und ein paar Lebensmittel. An unserem Ankerplatz können wir das Internet von der Post empfangen. Nach 4 Wochen endlich wieder mal online … (ze Fix!)

Gesamt/Segel/Motor:   87,1 / 78,5 / 8,6 sm

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