Einfahrt nur für kleine Boote

Squall in Anmarsch

 

Die letzten 8 Sm haben es noch in sich. Der Wind kommt natürlich genau aus dem Pass von Manihi. Die Squalls und die Regenschauer kommen in immer schnelleren Abständen daher. Das letzte Stück motoren wir.

 

 

unser Ankerplatz

 

Unser Wetterfrosch rät weiter zu segeln, den Winddreher nach NW bis W mit zu nehmen um weitere Meilen Richtung Ziel zu machen. Ja, richtig, aber wir sind schon so etwas von „mau“ und wollen eine Pause machen!

 

 

Nun stehen wir vor der Einfahrt. Im Pass liegt das Versorgungsschiff an der Mole. Plötzlich ist Manihi verschwunden. Ein Regenschauer geht über uns hinweg. Alles wird weiß-grau. Einerseits schön, denn Alrisha wird wieder vom Salz befreit, dass die überkommenden Wellen hinterlassen haben. Andererseits, müssen wir warten, bis wir die Einfahrt wieder sehen können. Korallenköpfe kann man nämlich nicht mit dem Radar ausmachen, nur die Seezeichen, sofern welche da sind.

eine halbe Stunde später

 

Wir warten den Regenschauer ab und ich gehe in den Bug. Die Lichtverhältnisse sind alles andere als gut. Aber wir wollen einfach nicht weiter segeln. Zu sehr war die Fahrt hierher schon mühsam.

 

 

Breit ist der Pass ja nicht und da vorne ist alles braun, also seicht. Wir stehen kurz vor Hochwasser vor der Durchfahrt, eigentlich nicht der beste Zeitpunkt für eine Einfahrt. Das Wasser kräuselt sich nicht, wir sehen auch keine starke Strömung. Ferry gibt das OK und ich gehe nach vorne in den Bug und halte Ausschau. Sehen tue ich die „Boomies“ (Korallenblöcke) erst kurz davor. Ferry fährt ganz langsam durch den Pass. Am Ende dann ein kräuseln des Wassers. Ein Motorboot kommt uns entgegen und wir werden freundlich gegrüßt. Ich frage, ob wir auch so fahren können, wie er gekommen ist, und er deutet „Ja!“.

Blick zum Hafen

 

Alrisha’s Schwert ist zur Hälfte aufgeholt. Ich sehe die Korallenblöcke verdammt nahe an der Oberfläche. Mir steht der Schweiß auf der Stirn. Ferry misst 2,5 Meter unter dem Boot. Und dann kommt die Entspannung, das Meer wird wieder dunkelblau. Wir haben es geschafft, aber oft brauche ich das nicht.

 

Nicht weit vom Pass lassen wir vor dem Ort den Anker fallen. Keine 10 Minuten später, geht der nächste Squall durch und den Ort können wir nur mehr erahnen. Glück gehabt!

Erst sehr viel später kann ich das Schiff klarieren (aufräumen) und Ferry kocht im Schweiße seines Angesichts Tortellini in einer Schwammerlsauce und eine Paradeisersuppe.

der Pass

Am nächsten Morgen traut sich am Vormittag ganz vorsichtig, kurz, die Sonne heraus. Ferry repariert Kleinigkeiten und ich mache unter Deck alles klar. Da wir zum Frühstück keine Süßigkeiten mehr haben, backe ich Muffins und einen Kuchen. Des Weitern ist unser Brot am Ende und so wird auch ein Brot gebacken, diesmal selbst geknetet und im Omni gebacken. Dann beginnt es wieder zu regnen. Squalls ziehen wieder über uns hinweg. Uns macht das nichts mehr, denn wir hängen fest an unserem Anker und sitzen das aus 🙂

Etmal: Segel/Motor/Gesamt: 5/ 8 / 13 sm

Versegelt bis Makatea: Segel/Motor/Gesamt : 137,1 / 3,9 / 141 sm

Versegelt ab Makatea: Segel/Motor/Gesamt : 184 / 39 / 223 sm

Ua Poa: noch 463 sm

Manihi: angekommen!

mit Sailmail per Pactor 4 und SSB Funk übertragen.
de OEX8635