Vorbereitungen für Galapagos und den endlosen Pazifik

Seit wir von Peru zurück sind, arbeiten wir eine endlos lange Liste ab.

„Kullat Nunu“ hat Schürfwunden und will verarztet werden

 

Gleich am Anfang mussten wir „Kullat Nunu“, unserem Dinghi, die volle Zuwendung angedeihen lassen. Sie war undicht. Sie verlor zwar keine Luft, lies aber Wasser ins Innere herein. Also musste unser Beiboot einer genauen Besichtigung unterzogen werden. Schnell wurde die undichte Stelle zwischen Schlauch und festen Boden gefunden. Seit der Verarztung ist sie wieder trocken.

 

 

 

Leinen waschen in der Marina

 

 

Unser Hauptaugenmerk galt der Reinigung von allem. Die Fender, das Bimini, die Leinen, das Deck, jede Persenning, die Reling, der Ankerkasten und die Ankerkette mussten einer intensiven Säuberung unterzogen werden. Was hier so in einem Satz steht beschäftigte uns 3 Wochen – nicht  weil wir so faul sind, sondern weil unsere Hochseejolle beim Putzen auf einmal viel größer ist.

 

 

unsere Ankerkette wurde chemisch behandelt und glänzt wie am ersten Tag

Die Ankerkette wurde chemisch behandelt, gebürstet – Glied für Glied – 90 Meter davon und strahlt jetzt wieder wie neu. Die Ankerwinsch wurde zerlegt, gereinigt und geschmiert. Unsere Genuawinsch blockierte und wollte auch ein Service – hat sich einfach festgefressen – Problem behoben!

 

 

Leinen waschen

 

Die Leinen (Fallen, Schoten und Bändsel) wurden soweit möglich ausgefädelt, an Land gebracht, von Hand gewaschen, umgedreht und/oder gekürzt. Arbeitsaufwand insgesamt 4 Tage. Die restlichen Leinen, wie Fallen wurden direkt am Schiff gewaschen. Der Wasserverbrauch war enorm und musste mit dem Dinghi immer wieder geholt werden. Warum? Weil wir den Wassermacher in der Bahia still gelegt haben. Zu schnell setzen die Vorfilter zu und so holen wir das Nutzwasser von der Marina.

 

 

das Leinen vom Reißverschluss des Biminis löste sich einfach auf

 

Das Bimini wurde abgemacht, an Land gereinigt und wiederaufgebaut. Als alles fertig war, war auch wieder einmal ein Reißverschluss kaputt, also alles wieder abbauen, nähen und wieder zusammenbauen. Zum Glück hatte ich noch einen Reißverschluss auf Lager. Lager heißt natürlich Koje ausräumen, Reißverschluss und Nähmaschine raus holen und dann wieder alles verstauen.

 

Apropos nähen: Am Vorschiff hat Alrisha ein Sonnen bzw. Regensegel bekommen. Außerdem haben unsere Reserve-Dieselkanister einen Sonnenschutz bekommen. Wir führen 10 mal 20 Liter mit.

der Wasserfilter vom Kühlschrank

 

 

Der eine Wassertank wurde gereinigt und mit Wasser gefüllt. 12 Kanister a 20 l mussten manuell eingefüllt werden. Die Filter vom Kühlschrank wurden gleich mit gereinigt, war mehr als fällig.

Diesel wurde gebunkert und die Tanks wurden aufgefüllt.

 

 

Dem 15 PS Außenborder wurde ein Service und eine Konservierung gegönnt. Seit dem fährt Kullat Nunu wieder mit dem 6 PS Motor, der dann natürlich auch zu konservieren ist. Überhaupt hat er ein wenig gezickt. Die Zündung war defekt, der Joke klemmt usw. Langweilig wird einem nicht, vor allem, wenn man manche Fähigkeiten erst aufbauen muss.

Ferry das erste Mal im Mast

 

 

 

Das Rigg wurde kontrolliert und kaputte Splinte oder Ringe ausgetauscht. Alle Lichter wurden kontrolliert und von Korrosion befreit. 

 

 

 

von der Palette ins Taxi, dann ins Dinghi geworfen, an Deck zwischen gelagert und dann verstaut

Nicht nur Wasser und Diesel wurde gebunkert, sondern auch unsere Essensvorräte mussten gesichtet und nach und nach ergänzt werden. Das von Käfern eroberte mussten wir entsorgen. Was braucht man alles im nächsten Jahr? Was ist extrem teuer, oder was bekommt man nicht so einfach? Nach diesen Gesichtspunkten wurde eingekauft.

 

unsere Cockpittisch strahlt wieder

 

 

Unsere Teakteile im Cockpit haben sich auch eine gründliche Reinigung vedient. Der Tisch wurde wieder eingelassen und erstrahlt im neuen Glanz.

 

 

So nebenbei haben wir versucht alle Auflagen für Galapagos zu erfüllen. Dieses ist bestimmt einen eigenen Artikel wert und wird selbstverständlich folgen.

Bändsel kann man nie genug haben

 

So jetzt wisst ihr, dass wir einfach nur viel zu tun hatten, aber Montagmittag soll es los gehen. Wir werden eine Woche, mit einem Abstecher auf die Isla Plata, bis nach San Cristobal brauchen. Wir werden täglich – wieder über Positionsberichte via Amateurfunk – berichten wo wir sind und wie es uns geht.

 

 

 

Drückt uns bitte die Daumen, dass die Behörden mit unseren Bemühungen zufrieden sind und uns in Galapagos bleiben lassen. Denn wenn es ihnen nicht passt, müssen wir das Seegebiet um Galapagos verlassen, die beanstandenden Punkte lösen um erneut inspiziert zu werden. All unsere Bewegungen werden über AIS verfolgt. Der Transponder muss Tag und Nacht laufen.

Endlich wieder segeln … 😊

3 Gedanken zu „Vorbereitungen für Galapagos und den endlosen Pazifik

  1. Ingrid

    Du meine Güte, was habt ihr alles zu tun…Vorweihnachtliche Putzarbeiten einmal anders!
    Gratulation und Daumen drücken…. Gute Überfahrt, gesundes Ankommen, gigantische Eindrücke, gaaaaanz viel Gutes und vorallem schöne Grüße. I

    Antworten
    1. Brigitte Beitragsautor

      Da wo wir seit fast 7 Monaten liegen haben wir immer den Wind vom Land und der bringt verdammt viel Staub mit und es hat hier NIE geregnet. Ganz liebe Grüße und einen schönen Advent

      Antworten
  2. Füzer Werner

    Der Fleiß und die viele Arbeit muss sich lohnen, daher wünsche ich Euch eine gute Fahrt ohne Probleme bei der Einklarierung auf Galapagos.
    Liebe Grüße!
    Anneliese und Werner

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