Wir wollen weiter, aber …

Man sagt uns ja nach, wir suchen die „Am Wind“ Kurse direkt. Aber manchmal hat man einen „Durchhänger“. Darum haben wir nach Makatea nochmals in Manihi gestoppt. Das war nicht am Plan, aber das Wetter hat uns förmlich dazu eingeladen uns „unter zu stellen“.

Wetterkarte für morgen und Route nach Ua Poa

Soweit so gut. Ob wir jetzt ein paar Tage früher oder später in den Marquesas ankommen ist nicht kritisch. Wir haben zwar einen Termin, nämlich den 7.1.2020, für das an Land stellen von Alrisha, aber bis dahin ist noch genug Zeit. Es sind nur mehr etwas mehr als 500 sm, also quasi vor der Nase. Nur das der Wind, so sehr wir auch gegenteiliges hoffen, genau aus Osten kommen wird – bei unserem Glück hochgerechnet, genau genommen aus Nord-Ost. Das ist ungefähr dort wo wir hin müssen.

Wir liegen nach unserem Besuch der Sailmail Station Manihi wieder vor dem Ort Turiohaoa auf Paeua. Diesmal etwas näher zur Post und so empfangen wir zum ersten Mal auf den Tuamotus Internet an Bord. Unsere WLAN Antenne „sieht“ gerade noch zur Post und die „Bullet“ – ein Router, der über Ethernet mit Strom versorgt wird, empfängt gerade genug Signal um unseren Bord-Router zu versorgen. Kurzum, wir haben WLAN an Bord 😊.

Also werden Wetterkarten geladen, sowohl via NOAA als auch über unseren kostenpflichtigen Dienst aus Deutschland. Teilweise wiedersprechen sich die Modelle, aber es gibt auch gemeinsame Trends. So beschließen wir, auch in Rücksprache mit unserem „Wetterfrosch“ zuhause, hier ein wenig zu warten.  Er hätte zwar lieber gesehen wir segeln weiter, aber wir brauchten einfach eine Pause.

Jedenfalls wollten wir eine Front abwarten, die uns gestern Nacht erreicht hat. Meteo France hat 30 kn und heftige Schauer vorher gesagt. Bingo! Alrisha hat am Anker gerissen und ist von links nach rechts und wieder zurück geschwoit und hat dabei „Bocksprünge“ vollzogen, dass wir uns kaum schlafen trauten. Der Wind und der Schwell kamen ziemlich aus dem Norden. Heute rechnen wir noch mit „Nachwehen“ und werden morgen Alrisha wieder in den Segelmodus versetzen. D.h.: Kullat Nunu, unser Dinghi muss wieder an Bord verstaut werden. Vorher versorgen wir uns noch mit frischem Brot, Butter und Eiern. Dann kann’s los gehen, es sei denn, die Front schickt noch Gewitter nach. Vor denen haben wir nämlich mächtig Respekt.

Am Vorabend war der Himmel aber ganz klar. Kein Anzeichen des kommenden Wetters. Fast schon hätte ich wieder von „Meteorlügen“ gesprochen, aber behielt meine Contenance.

Venus – Jupiter – Saturn fast in einer Linie

Und so konnten wir vor wenig Licht wieder einmal „Sterndal schauen“. Als ich so nach Süden gucke, sehe ich die Planeten „Venus“, „Jupiter“ und „Saturn“ fast auf einer Linie. Die Nachlese bring zutaget: am 24.11.2019 sind Venus und Jupiter in „Konjunktion“, haben also die gleiche „Rektaszension“ (Längenkoordinate). Das war ein toller Anblick. Zum Fotografieren ging das nicht von Bord aus – zu sehr schwankt Alrisha, aber ich habe einen „Screenshot“ aus unserem Astro-Programm namens „Stellarium“ gemacht um die Konstellation in Erinnerung behalten zu können.

Wenn alles klappt, posten wir wieder unsere Standortmeldungen über Amateurfunk und bloggen via Sailmail Marinefunk. Seit der letzten Änderung des Winlink Systems dürfen keine Nachrichten mehr über amerikanische Gateways übertragen werden, die nicht an Winlink Empfänger gehen. Andere Länder haben diese Restriktion noch nicht eingeführt. Hier im Südost Pazifik erreicht man aber nur selten andere Stationen.

Auf zu den Marquesas …

 

2 Gedanken zu „Wir wollen weiter, aber …

  1. Günter Poschacher

    Ich halt euch weiter die Daumen. 500 SM gegenan is jo ka Lerchal… !
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Brigitte

      Danke Güpo. Wir haben es uns ausgesucht, nicht ganz so, aber doch! Zur Osterinsel waren es wesentlich mehr Meilen, aber nicht gegenan. Schauen wir wie es uns ergeht und wie weit die Vorhersagen stimmen.
      Liebe Grüße Brigitte

      Antworten

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