Schwimmen, schnorcheln, tauchen

 

Wir haben Hafenkoller, nach über 4 Wochen wollen wir mal bei einem Riff schnorcheln und einen Tauchgang machen. Ein paar Tage Urlaub von der Arbeit nehmen.

 

 

 

Da wir momentan Nordwind haben wollen wir zuerst zum Flughafen gehen. Beim Anker auf fällt die Navigation aus und das Funkgerät bringt eine uns bisher unbekannte Fehlermeldung, nämlich „Low Battery“! Seit dem Ausfall des Windgenerators werden die Probleme mit den Batterien immer ärger.

 

 

 

Wir motoren die 5 Seemeilen durch das Atoll und lassen die Perlenstränge links uns rechts liegen. Unser Laderegler, der Sterling piepst uns an und meint er kann nicht laden, er bekommt keinen Ladestrom von der Lichtmaschine. So ein KAZUNGA! Beim Flughafen suchen wir uns einen schönen Ankerplatz auf Sand, starten den Generator und lassen den Anker fallen.

 

 

Unsere Lust irgendetwas zu unternehmen ist auf dem Nullpunkt. Die Reparatur von der Lichtmaschine ist offensichtlich noch nicht ganz abgeschlossen. Vielleicht ist der Regler der zweiten Lichtmaschine nicht kompatibel, oder ein Kabel hat sich gelockert.

 

 

Wir überlegen, welche Möglichkeiten wir jetzt haben. Direkt nach Tahiti/Paapete können wir aus Sicherheitsgründen ausschließen. Was ist wenn die Batterien total zusammenbrechen, dann haben wir keine Navigation, nichts mehr! Wir haben außer Solar nur mehr den Generator als Stromquelle. Alles was mehr Spannung braucht bzw. mehr Amps zieht lässt unsere Batterien zusammen brechen.

 

Am nächsten Tag beginnen wir mit dem Reinigen des Schiffsrumpfes. Der schaut nach 4 Monaten ziemlich schlimm aus. Auch das Unterwasserschiff hat inzwischen eine wunderschöne Rifflandschaft bekommen. Schwimmend und schnorchelnd wird Alrisha’s Bauch ein wenig ansehnlicher. Unsere Schwimmleine wird gespannt, damit wir uns an ihr anhalten können und uns nicht die Strömung beim Putzen behindert. Ferry geht den Muscheln an den Kragen und ich versuche den Algenteppich zu entfernen. Leider sind die Wellen ein wenig zu stark, dass ich mit dem Rumpf nicht komplett fertig werde.

Immer wieder kreisen unsere Gedanken wie können wir weiter machen. Wie kommen wir zu einer neuen oder reparierten Lichtmaschine, zu neuen Batterien, zu einem neuen Laderegler. Alles nach Gambier schicken lassen? Wir brauchen Internet, somit brechen wir unseren Urlaub ab und gehen Anker auf, nicht ohne vorher den Generator wieder aufzudrehen. Anker oben, Generator aus, wir schwenken Richtung Rikitea. „Warte, wir haben auf die Schwimmleine vergessen. Die hängt noch draußen!“ Ferry gibt sofort das Gas raus und ich muss leider feststellen, dass eine Schwimmleine auch unter Wasser schwimmen kann, denn sie ist in der Schraube. Also Generator an, Anker fallen auf 26 Meter, Generator aus und Tauchzeug zusammen bauen und rein ins Wasser.

Zum Glück ist noch nicht viel passiert und ich kann die Leine relativ einfach aus der Schraube raus nehmen. Ferry meint dann noch, wenn du schon unten bist, reinige noch die Schraube und die Borddurchlässe. Als das erledigt ist, schaue ich mir noch das Ruder an, dass ist über und über mit Muscheln gespickt, also reinige ich auch das noch.

Eine Stunde später Generator an, Anker auf, Generator aus und auf nach Rikitea. Generator an, Anker fallen, Generator aus. Das war doch ein toller Urlaub, ich konnte schwimmen, Ferry schnorchelte und ich ging tauchen. Was will man mehr in einem tollen Atoll?

Am nächsten Tag fahre ich an Land um meine Aufträge zu erfüllen. Dazu zählen Batterien anfragen in Papeete. Klären, ob wir die LiMa hier ansehen lassen können usw. Ferry lötet inzwischen den Original Regler der LiMa 2 und baut anschließend die LiMa 2 aus. Rasch wird der Regler gewechselt und alles wieder eingebaut. Alle Muttern werden sorgsam angezogen und dann startet Ferry den Motor.

Hurra, es funzt wieder! Der Sterling zeigt 14,4 V und 55 A Ladestrom. Na, Gottseidank! Trotzdem werden wir die Batterien so bald wie möglich tauschen. Mal sehen, ob sich die Firma in Papeete meldet …

2 Gedanken zu „Schwimmen, schnorcheln, tauchen

  1. Günter Poschacher

    Na krawuzu-kaputt, da kommt Freude auf 🙁
    Weiterhin Alles Gute und Glück in technischen Angelegenheiten. Möge ein technisches Genie vom Himmel fallen, oder gleich eine Lima und danach ein Windgenerator.
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Ferry

      Lieber GüPo!

      Alles halb so wild! Wir kriegen schon ziemlich viel von selbst in Gang. Von Technik darf man sich nicht ärgern lassen!

      Antworten

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