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Milford Sound – Piopiotahi

noch hängen die Wolken im Tal

 

Leider haben wir keinen Termin für 08:00 bekommen und müssen uns mit dem 10:00 begnügen. Aber es hat auch was gutes, denn das Wetter klart immer mehr auf und so haben wir im Sound selbst Sonnenschein.

 

 

 

der Fahrer sitzt mittig, der Sitz lässt sich drehen

 

Noch sind wir aber nicht angekommen, denn schon die Abfahrt ist holprig. Unser Bus bleibt in einer Seitengasse stehen und der Fahrer hantiert herum und telefoniert.  Und so nebenbei, der Fahrer sitzt nicht rechts oder links, sondern in der Mitte.

 

 

 

viele Berge begleiten uns zum Sound

 

Nach 20 Minuten erfahren wir, dass das ein ziemlich neuer Bus ist und das Mikrofon nicht funktioniert. Endlich geht es weiter. Mit Vollgas geht es in den Sound. Über 100 km legen wir durch Täler und Hochebenen zurück. Da uns die Zeit fehlt, werden leider nicht alle Lookouts angefahren.

 

 

 

traumhaft schöne Landschaft zieht an uns vorbei

 

Unser Fahrer spricht die ganze Zeit ins Mikrofon, aber dieses spukt einfach nichts über die Lautsprecher aus. So können wir, ohne Ablenkung, die Gegend durch die großen Fenster und auch durch das Glasdach bestaunen. Manchmal hören wir ihn Jahreszahlen runter beten. Aber wir wissen auch so einiges über den Sound, der eigentlich ein Fjord ist.

 

 

steile Berghänge betten den Fjord ein

Dieser Einschnitt wurde durch Gletscher geformt und ist umgeben von steilen bis 1.200m hohen Felswänden. Es sollen sich dort Delphine, Seebären und Pinguine herumtreiben. Außerdem regnet es dort so häufig und es wird behauptet, er ist am schönsten wenn es regnet, denn da gibt hunderte von Wasserfällen, die sich ihren Weg über die steilen Felswände suchen.

 

 

aus dieser Perspektive sieht schon eng aus

 

1770 segelte James Cook an der Küste vorbei, segelte aber nicht hinein, da der Zugang schwer zu erkennen ist. Erst 1812 entdeckte John Grono den Fjord und benannte ihn nach Milford Haven in Wales. Jedoch den Maori war dieser schon lange davor bekannt und sie nannten ihn nach einem inzwischen ausgestorbenen Vogel Piopio. Tahi ist eins oder alleine in der Maori Sprache.

 

 

 

Der Halbgott Tu-te-raki-whanoa sollte die zerklüftete Westküste bewohnbar machen, so schlug er mit einem Werkzeug die tiefen Fjorde. Maui wollte der Menschheit Unsterblichkeit verleihen, leider starb er dabei. Ein einzelner Piopio flog nach seinem Tod in den Fjord um zu trauern.

 

 

 

zur Zeit ist er ein wenig kleiner

 

 

Endlich kommen wir im Fjord an. Beim Gate 10 sollen wir uns anstellen. Das sind ja Massen, die können nicht alle auf dem Schiff Platz haben. Das Einchecken geht flott von statten. Auch ist bereits unser Buffet vorbereitet und obwohl noch nicht abgelegt, genießen wir schon unser Essen.

 

 

 

es geht nah heran

 

Irgendwie verteilen sich die Leute, keine Ahnung wo sie die alle versteckt haben. Auch an Deck können wir in der ersten Reihe stehen, weggehen ist aber keine Option. Wir genießen das Meer, die Meeresluft und die Sonne. Viel zu schnell sind wir bei der Einfahrt in den Fjord, wo wir umdrehen und nun gegen starken Wind hineinfahren.

 

 

Regenjacke wäre jetzt fast besser

 

 

Zum berühmten Wasserfall, der leider nicht ganz so mächtig ist, wie wenn es regnet, fährt er mit dem riesigen Katamaran so dicht heran, dass wir die Gischt im Gesicht spüren. Viel zu schnell heißt es wieder alles unter Deck, wir legen an.

 

 

 

tosend fällt das Wasser in das Meer

 

Die Fahrt zurück ist ziemlich ruhig. Wir bleiben noch kurz bei 2 Lookouts stehen und schon sind wieder zu Hause. Eigentlich wollten wir noch eine Kleinigkeit Essen, aber heute ist Chinesisches Neujahr und somit sind alle Lokale, die uns interessieren, komplett ausgebucht.