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Silvester in Sydney

man vertreibt sich die Zeit mit Kartenspielen

Silvester in Sydney gehört sicher zu den 100 Dingen die Du in deinem Leben gesehen und miterlebt haben musst. Es war uns vorerst nicht klar, dass wir ohne Karten das Feuerwerk nicht sehen werden, außer wir begeben uns schon sehr zeitig in der Früh zu einen der freien Plätze. Aus diesem Alter sind wir heraus, Bequemlichkeit siegt.

 

 

 

am Weg zur Opernbar

 

Was nun? Durch Zufall erfahre ich, dass die Opernbar noch einmal Karten ausgibt. Von dort hat man freie Aussicht auf die Harbour Bridge und es gibt Essen und Live Musik dazu. Fast hätten wir den Termin verpasst, aber manchmal muss man auch ein bisschen Glück haben.

 

 

 

überall Menschenmassen

Unseren Campingplatz habe ich bereits in Österreich gebucht. Wir sind diesmal in der Nähe vom Flughafen. In 15-20 Minuten ist man zu Fuß bei der Metro, die direkt in die City fährt. Schnell kaufe ich noch ein Hemd für Ferry und ein Kleid für mich. Insgesamt habe ich dafür 49 AUD (25€) ausgebeben, aber um dies zu finden brauchte ich eine Stunde. Ich dachte schon die Leute kaufen keine Kleidung.

 

 

manche feiern auf Schiffen

 

Die Wettervorschau für Silvester ist: stark bewölkt und am Abend 40% Regen. Na toll, bis jetzt gab es Sonnenschein. Ab 16:00 ist unser Checkpoint geöffnet. Mit dem Taxi geht es zum Bahnhof, ich denke wir werden heute noch genug laufen. Alle 5-10 Minuten fährt die Metro in die City. Die Innenstadt ist komplett gesperrt, so müssen wir bereits am Martin Place aussteigen.

 

 

man wartet vor der nächsten Sperre

 

Wir kommen von einer Sperre in die nächste. Nur mit Karten zur Oper ist der Durchgang erlaubt. Dann Wegweiser zur Oper, Madam Butterfly und Opernbar. Menschenmassen schieben sich Meter für Meter Richtung Oper. Endlich werden unsere Karten gescannt, jetzt gibt es kein zurück mehr.

 

 

 

die letzte Hürde, oder nicht

Erst ganz am Schluss werden wir durchleuchtet und die Taschenkontrolle findet statt. Keine Tasche darf größer als A4 sein und kein Rucksack, keine Waffen, Messer oä. Ich traue mir nicht mal meine Verlängerung fürs Stativ mitzunehmen. Ich habe zu viel Angst, dass sie mir das wegnehmen. Meinen „Rucksack“ habe ich in einem kleinen Sackerl. Nach der Kontrolle kann ich ihn ungetrübt verwenden.

 

 

 

und wieder geht nichts weiter

Wir stehen oben Schlange, Schubweise werden die Leute nach unten geführt. Super jetzt haben wir es geschafft. Irrtum, sprach der Igel … denn unten beginnt eine neue Schlange. Dann endlich um 18:00 ist auch diese geschafft und wir bekommen Einlass. Alles drängt zu wenigen Sitzplätzen am Quai. Wir sind zu spät, aber wir können ein Platzerl auf den Bänken oben ergattern. Kaum ist man weg, ist der Platz trotz liegengelassener Jacke weg.

 

 

 

man wird erinnert wo man ist 😉

 

Unsere Nachbarn sind aus Wien-Mauer. Die anderen sind Venezolaner, die aber schon 35 Jahre in Australien leben. Wir verstehen uns alle sehr gut. Das Personal bringt immer wieder kleine Häppchen (Austern, Shrimps, Spieße, Burger, Pizza,..) vorbei. Wir sind bestens versorgt.

 

 

 

alles fängt zum leuchten an

 

Endlich wird es finster und die Schiffe drehen ihre Beleuchtung auf. Und dann um 22:00 Uhr das erste Feuerwerk. Wir sind begeistert. Kann man das noch toppen? Man kann die Größe gar nicht komplett mit den Augen erfassen. Wie wird das erst um Mitternacht?

 

 

 

spontaner musikalischer Mix

 

Die Party geht weiter! Moderne Musik vereint sich spontan mit ursprünglicher Musik. Hunderte von Selfies werden gemacht, man holt extra die High heels aus der Tasche. Um 23:00 dann eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags in der Bondi Beach.

 

 

 

 

Und schon beginnt das Herunterzählen. Bei uns würde die Pummerin (Glocke vom Stephans Dom in Wien) das Neue Jahr einläuten. Hier beginnt das Riesen Feuerwerk, das 15 Minuten dauern wird.

 

 

 

 

Mit Champagner wird auf das Neue Jahr angestoßen und wir fallen uns glücklich in die Arme. Von unseren Wiener Bekannten gibt es  Manner Glücksschnitten, direkt aus der Heimat. Da kann ja nur alles gut werden.

 

 

 

 

 

Langsam löst sich die Party auf und wir treten unseren Heimweg an. Auch jetzt werden die Menschenmassen zu den Metrostationen geführt.

 

 

 

 

 

Im Nu sind wir wieder zurück. Das Wetter hat gehalten, aber als wir unser WoMo betreten fängt es zum Regnen an. Was für ein Abend! Was für eine Nacht!