Wir blöffen nicht, es geht heute nach Bluff. Unsere Google Maps Lady meint wir fahren nach Blöff. Manchmal hat sie schon eine eigenartige Aussprache. Diese Stadt ist die südlichste Stadt von Neuseeland und wir wollen heute Segler treffen, die wir über Facebook kennen. Wir freuen uns schon darauf.
Da wir wie meistens keine Buchung auf einem Campingplatz vorzeigen können, fahren wir zuerst dort vorbei um uns anzumelden. Keiner da? Der Campingplatz ist leer bis auf ein paar Residente. Ich gehe ins Büro, alles geschlossen.
In der Küche hängt ein Zettel mit einer Telefonnummer, falls Büro nicht besetzt bitte anrufen. Diese Nummer habe ich heute schon probiert, da hat keiner angehoben. Jetzt ist mir das Glück hold und ich spreche mit einem älteren Herrn.
Ich frage ihn, ob noch ein Platz für uns frei ist, er fragt im Gegenzug, ob alle Plätze belegt sind. Nein, dann stell dich irgendwo hin. Vor dir ist ein Kuvert, fülle es aus, lege das Geld rein und werfe es in den Briefschlitz. So einfach geht das. Wir hängen auf unserem Wunschplatz das Kuvert (ohne Geld) um ihn zu reservieren. Es ist noch zeitig und wir wollen uns noch ein bisschen etwas ansehen.
Zuerst geht es zum Ende der Straße, wo wir natürlich wieder einmal die Entfernungen rund um den Globus ablesen können und wir sind jetzt am südlichsten Punkt von Bluff. Wir wollen hinauf ins Restaurant eine Kleinigkeit naschen und dann weiter zum Aussichtspunkt.
Wir entscheiden uns für die Austern, wohl wissend, dass die hiesigen Austern noch Schonzeit haben. Diese sollen die weltbesten sein, da können die anderen Austern vom Pazifik doch nicht schlecht sein. Sagen wir mal so, wir haben schon wesentlich bessere gegessen.
Weiter geht es in die Höhe zur Aussichtswarte. Von dort haben wir einen wunderschönen Blick über die Hafenanlage und das Meer und die davorliegende Inseln. Steward Island können wir nicht erkennen, ist einfach noch zu weit entfernt.
Wir fahren zum bekannten Bikerhotel Eagle, wo wir Gaby und Ralf vom Katamaran „Katinka Enjoy“ treffen. Hotels in Neuseeland haben meist einen Pub dabei. Wir ratschen viel über Neuseeland und noch viel mehr übers Segeln. Die Zeit verrinnt wie im Flug.
Zurück am Campingplatz hat sich ein anderer auf unseren Platz gestellt. Ferry weist darauf hin, dass wir schon vorher da waren und wir ein reserviert Schild hinterlassen haben. 5 Minuten später stehen wir auf unserem Platz. Der Campingplatz hat sich gut gefüllt. Morgen geht es weiter.









