Tag 01 Überfahrt Marquesas

Diesmal setzten wir bei 15 Meter einen Fender, das soll unsere Kette heben und somit sich nirgends verklemmen. Zu Mittag probieren wir es nochmals. Das waren meine letzten Worte.

Um 12:00 startet Ferry den Motor und ich gehe vor zum Anker. Abgesehen, dass unsere Fernsteuerung immer wieder mal einen „Kurzen“ reißt und damit alles lahm legt, lässt sich die Kette bis kurz vor dem Fender leicht holen. Aber dann ist Schluss. Nichts, aber auch gar nichts kann die Kette befreien. Diesmal ist Ferry mit dem Tauchen dran. Rasch das Bett zerlegen und die Flasche aus dem sicheren Stauplatz hervorholen. Jacket und Regler sind im Badezimmer griffbereit. Das Blei aus der Bilge nemen, alles zusammen bauen und 15 Minuten später ist Ferry unter Wasser.

Kurze Zeit später kommt er zurück und meint. „Die Kette hat sich in einen Spalt gelegt. Starte den Motor, gib Kette nach und fahr Alrisha bis zum Fender.“ Gesagt getan. Ferry kann den Anker, der im Sand liegt, verlegen und die Kette aus den Spalt nehmen. Schnell an Bord, Anker heben und im Tuckergang laufen wir Richtung Pass. Inzwischen zerlege ich wieder alles und spritze das Tauchzeugs mit Süßwasser ab.

Mit einer Stunde Verspätung kommen wir zum Pass. Inzwischen haben wir ablaufendes Wasser und Alrisha wird mit 5 kn durch den Pass geschoben ohne dass die Schraube mitdrehen muss. Draußen haben wir keinen Wellengang, dafür wenig Wind von vorne. Da wir nicht vor der Küste von Manihi kreuzen wollen, davon werden wir noch genug bekommen, läuft der Motor und auch gleich der Watermaker. Der Backbord Tank ist fast leer.

Am Ende von Manihi setzen wir die Segel und es geht mit leichten Winden in die Nacht. Unseren Wunschkurs von 049 Grad, können wir nicht halten, wir sind glücklich über 020 Grad.

In der Nacht dann der Winddreher auf NE (045 Grad, Sollkurs 049, Hmm?). Und nicht nur das, die Stärke geht von 8-30-8 kn. Welche Segel setzt man da? In der Nacht gehen wir mit dem Groß ins 2. Reff. Beim Reffen bekomme ich das angesammelte Wasser vom Regen davor aus der Großbaumpersenning ab. Und natürlich kriegen wir reichlich „Squalls“ (Regen mit starken Windböen) ab. Es soll uns ja des Nächtens nicht fad werden, nicht?

Unter Tags, wir machen zwar Ost, aber auch Süd. Ferry ist kurz vorm Abbruch. Wir legen nochmals um auf den Backbord Bug und können zumindest 000 Grad fahren. Na gut, dann eben Nord machen.

Versegelt ab Manihi: Segel/Motor/Gesamt : 45,5 / 16 / 61,5 sm
Ua Poa: noch 409 sm

mit Sailmail per Pactor 4 und SSB Funk übertragen.
de OEX8635

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